Urteil im Autofackler-Prozess Mitte Juli erwartet

Es war vor zwei Wochen eine Bloßstellung der Staatsanwaltschaft im Prozess um den Autofackler von Regensburg. Der Angeklagte lies die Hauptverhandlung platzen, weil er angeblich keine Ladung bekommen hätte. Heute hatte der Angeklagte dann die Ladung rechtzeitig zugestellt bekommen.

Gleich zu Beginn der heutigen Hauptverhandlung, zu der vermeintliche Autofackler von Regensburg in Fußfesseln erschien, die gleiche Situation wie vor zwei Wochen. Der 47-jährige Michael A. schweigt weiter zu den Vorwürfen. Die Regensburger Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn in zehn Fällen der vorsätzlichen Brandstiftung. Von Januar bis Ende April des letzten Jahres soll der Privatiere Luxuskarossen in Brand gesteckt haben. Nur wie der Angeklagte die Autos gezündet haben soll, bleibt ungeklärt. Hinweise und Zeugenaussagen kristallisieren sich als vage heraus. Eine Frau habe einen Radfahrer, kurz nachdem es wieder gebrannt hat, wegfahren sehen. Nach einem Brand am 28. April kommt den Beamten auf der Anfahrt zum Einsatzort ein Radfahrer entgegen. Der ist der jetzige Angeklagte. Mit Hilfe von Mentrailer-Hunden wurde dem 47-jährigen Mann nachgewiesen, dass er sich an den Brandorten aufgehalten hat. Ein weiteres Indiz der Polizei: Der Angeklagte hatte Feuerzeuge und Zigaretten in seiner Wohnung, obwohl ihn noch niemand rauchen gesehen hat. Mit der heutigen Hauptverhandlung beginnt ein aufwendiger Indizienprozess rund um die Schuldfrage. Ein Urteil wird Mitte Juli erwartet.

 

MK