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Urlauber mit Waffe und Drogen erwischt

Einen geladenen Schreckschussrevolver, ein Springmesser, Drogen und ein nicht versichertes Auto haben Fahnder der Bundespolizei am Montag (19.Januar) sichergestellt: Bundespolizisten kontrollierten kurz nach Mitternacht einen 35-jährigen Deutschen und einen 24-jährigen Polen im Bereich Furth im Wald, als diese aus einem Wochenendurlaub, den sie bei ihren Familien in Polen verbracht hatten, nach Deutschland zurückkehrten. Dabei stellten sie gleich mehrere Verstöße fest.

Bei der Kontrolle verneinten die beiden Männer zunächst die Frage nach verbotenen Gegenständen oder Betäubungsmitteln. Auch den Konsum von Betäubungsmitteln wiesen sie von sich.

Bei einer fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich schnell heraus, dass das Fahrzeug aktuell über keine Haftpflichtversicherung verfügte und deshalb zur Zwangsentstempelung ausgeschrieben war. Vor der weiteren Durchsuchung des Fahrzeuges tasteten die Beamten den 35-jährigen Fahrer nach gefährlichen Gegenständen ab und fanden prompt in einem Schulterholster einen geladenen Schreckschussrevolver mit PTB-Kennzeichnung. Den für derartige Waffen erforderlichen kleinen Waffenschein konnte er allerdings nicht vorweisen.

In einer Aktentasche im Kofferraum des Fahrzeuges entdeckten die Polizisten neben anderen Gegenständen ein verbotenes Springmesser mit einer Klingenlänge von zehn Zentimetern und im weiteren Verlauf der Durchsuchung im Handschuhfach eine Feinwaage mit Rauschmittelanhaftungen sowie auf der Beifahrerseite ein Plastiktütchen mit 1,1 Gramm Marihuana.

Da der Verdacht bestand, dass sich im Fahrzeug noch mehr Betäubungsmittel befinden könnten, zogen die Bundespolizisten die Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls mit einem Rauschgiftspürhund hinzu. Der Hund fand schließlich im Kofferraum des Fahrzeuges nochmals 0,7 Gramm Amphetamine.

Da sich auch Anhaltspunkte für das Führen eines Kraftfahrzeuges unter Drogeneinfluss ergaben, verständigten die Bundespolizisten auch die Kollegen der Fahndungsgruppe der Polizeiinspektion Furth im Wald. Ein freiwillig durchgeführter Urintest bestätigte den Verdacht. Der 35-jährige Fahrer gab schließlich zu, am Wochenende Marihuana und Amphetamine konsumiert zu haben. Die Beamten der Fahndungsgruppe veranlassten eine Blutentnahme und führen nun die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachtes einer Drogenfahrt und wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Die Zollbeamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald übernehmen beim 35-Jährigen die weitere Sachbearbeitung wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und erstatten Anzeige gegen beide Männer wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln.

 

pm