Unwetter in Ostbayern ohne schwere Folgen

Ohne größere Vorfälle ist gestern eine Unwetterfront über Niederbayern und die Oberpfalz gezogen. Zwar kam es vermehrt zu Einsätzen von Feuerwehr und Polizei und kleineren Vorfällen. Die große Katastrophe blieb aber aus.

Oberpfalz

Niederbayern

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 07./08.07.2015, zog eine Unwetterfront über die gesamte Oberpfalz. Die Sachschäden hielten sich dabei in Grenzen, verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand.

In der Zeit von 22.30 bis 01.30 Uhr wurden in der Einsatzzentrale Oberpfalz in Regensburg ca. 30 witterungsbedingte Einsätze registriert. Der Großteil der Einsätze betraf umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten. Im Stadtgebiet Regensburg stürzten drei Bäume auf geparkte Fahrzeuge und beschädigten diese z.T. erheblich. Das gleiche Schicksal ereilte einen Pkw-Fahrer im Landkreis Regensburg auf der B 15 bei Schierling, als ein umstürzender Baum seinen Pkw traf.
In Regensburg fiel zudem im Bereich der Frankenstraße die Straßenbeleuchtung aus.

Mehr als zehnmal kam es zu Alarmen von Einbruchmeldeanlagen. Hier hatten die Beamten bei Banken und Geschäften zu überprüfen, ob nicht Einbrecher die Gunst der Stunde genutzt hatten. Es handelte sich jedoch in allen Fällen um Fehlalarme.

 

Weiterhin Wetterwarnung

Für weite Teile Niederbayerns und der Oberpfalz gilt heute Morgen noch immer eine Wetterwarnung vor Sturm und Orkan:

Es fielen zahlreiche Bäume um und blockierten Straßen, die von den Feuerwehren wieder befahrbar gemacht werden mussten. Derzeit sind wieder alle Straßen ungehindert befahrbar. Nennenswerter Hagelschaden wurde nicht bekannt. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern registrierte von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr 120 anlassbezogene Notrufe und 68 unwetterbedingte Einsätze, davon 18 durch Sturm und Starkregen ausgelöste Fehlalarme.
Auf der Bundesstr. 85 bei Regen fielen gegen 01.00 Uhr mehrere Bäume über die Fahbahn. Die Räumung und anschließende Reinigung des betroffenen Straßenabschnittes dauerte bis 04.00 Uhr.

In Zwiesel, Lkr. Regen, fielen geg. 03.00 Uhr Bäume über die Bahnlinie, die durch die Stadt führt. Die Deutsche Bahn kümmert sich noch um die rechtzeitige Freigabe der Strecke für den morgendlichen Zugverkehr.

In Straubing stürzten um 01.40 Uhr im Bereich des Tierparks und des Stadtparks an der Regensburger Straße mehrere Bäume um, die nach derzeitigem Stand keinen großen Sachschaden verursachten. Etwa eine Stunde später fiel ein Baum in der Nähe eines Gasthauses über die vorbeiführende Hagenallee, auch hier kein Schaden bekannt. In der Dr.-Otto-Höchtl-Str. wurde um 00.50 Uhr ein großer Baum umgerissen, der aktuell noch zwischen zwei Wohnhäusern hängt. Das THW und ein großer Kranwagen sind voraussichtlich noch Stunden beschäftigt, diesen Baum ohne Gefahr zu bergen.

In Saal an der Donau, Obersaal, Lkr. Kelheim, zerborsten um 23.00 Uhr mit einem lauten Knall mehrere Fenster eines Wohnhauses. Es soll sich um einen "kalten" Blitzeinschlag handeln. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

In der Gemeinde Haibach, Lkr. Straubing-Bogen, geriet um 03.10 Uhr eine Schreinerei mit Wohnhaus aus noch ungeklärter Ursache in Brand. Die Bewohner konnten sich unverletzt retten. Derzeit sind die Löscharbeiten noch im Gange. Der Schaden könnte mehrere 100 000 Euro betragen. Hier wird die Kripo Straubing die weiteren Ermittlungen übernehmen.

In Ergolding-Piflas, Weidingerstr., Lkr. Landshut, schlug um 03.20 Uhr ein Blitz in das Dach eines Wohnhauses ein. Dadurch wurde die Hauselektrik zerstört und im Keller ein Schmorbrand ausgelöst. Die Bewohner blieben unverletzt. Der Schaden wird auf 30 000 Euro geschätzt.

Unsere Reporterin Evi Reiter hat das Gewitter gestern auch bildlich eingefangen: