© UKR / Klaus Völcker

Uniklinik Regensburg: Während der Corona-Pandemie ins Krankenhaus?

Viele Menschen meiden derzeit Arztpraxen und Krankenhäuser, weil sie befürchten, sich dort mit dem Coronavirus anzustecken. Laut dem Uniklinikum Regensburg sind diese Sorgen aber nicht begründet. Notwendige Behandlungen sollten deshalb nicht unnötig aufgeschoben werden.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie mussten die Krankenhäuser bundesweit Personal sowie Betten und Ausrüstung für eine steigende Zahl von Patienten mit COVID-19-Erkrankung bereithalten. In der Folge wurden viele nicht dringend notwendige Behandlungen abgesagt oder verschoben. Zugleich erließ der Freistaat Bayern eine Besuchersperre, nach der stationäre Patienten in Krankenhäusern nur in wenigen Ausnahmefällen Besucher empfangen dürfen. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, Kontakte zu reduzieren und mögliche Ansteckungswege – vor allem in sensible Bereiche wie Krankenhäuser hinein – zu unterbrechen.

Inzwischen zeigt sich immer häufiger, dass Menschen, die behandlungsbedürftige Krankheitssymptome haben, Krankenhäuser und Arztpraxen lieber meiden, weil sie befürchten, hier einem höheren Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ausgesetzt zu sein. Hierin liegt eine ernste Gefahr, dass Krankheiten längerfristig unerkannt und unbehandelt bleiben. Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) möchte darauf aufmerksam machen, dass ein Aufenthalt im Krankenhausbesuch kein höheres Infektionsrisiko mit sich bringt.

 

Besonders strenge Hygienevorschriften schützen Patienten und Mitarbeiter

Im Universitätsklinikum Regensburg wurden schon vor Inkrafttreten erster politischer Maßnahmen alle Hygienevorschriften verschärft. So gilt bereits seit 23. März 2020 eine allgemeine Verpflichtung für Mitarbeiter, Patienten und Besucher, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser trägt erheblich dazu bei, so genannte Tröpfcheninfektionen, mit denen auch das Coronavirus übertragen wird, zu reduzieren. Dass diese Vorgabe Wirkung zeigt, belegen unter anderem die auffallend geringen Ansteckungszahlen unter Mitarbeitern im UKR.

Patienten, die zu tagesklinischen Terminen ans UKR kommen, müssen in den Wartebereichen die allgemein geltenden Abstandsregeln von 1,5 Metern einhalten. Zudem werden alle stationär neu aufzunehmenden Patienten im UKR auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet. Patienten mit bestätigter COVID-19-Erkrankung sind von allen anderen Patienten streng separiert und werden auf gesonderten Allgemein- und Intensivstationen versorgt. Zu diesen Stationen und deren Mitarbeitern haben Patienten ohne COVID-19-Erkrankung keinen Kontakt.

Des Weiteren untersucht das UKR schrittweise alle seine Mitarbeiter auf Antikörper, die eine eventuell durchlaufene symptomfreie COVID-19-Erkrankung anzeigen und Hinweise auf Immunität geben können. Diese Mitarbeiter können bei Bedarf auch als geeignete Plasmaspender zur Behandlung schwerkranker COVID-19-Patienten herangezogen werden.

 

Stetige Nachschubbeschaffung für Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und Medikamente

Die Wirtschaftsabteilung und die Klinikapotheke des UKR sind nach wie vor rund um die Uhr im Einsatz, um alle benötigten Güter für die Patientenversorgung zu beschaffen. Die Engpässe auf dem Weltmarkt betreffen sowohl die Schutzausrüstungen für die Mitarbeiter als auch medizinische Geräte und Medikamente. Dank vielfältiger Unterstützungsaktionen in der Region und durch den Katastrophenschutz musste das UKR zu keinem Zeitpunkt über den erweiterten Notfallbetrieb hinaus Einschränkungen vornehmen. „Alle Patienten, die das Universitätsklinikum Regensburg aufsuchen, werden hier adäquat und sicher behandelt und sind angesichts der strengen Hygienevorschriften keinem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt“, versichert Professor Dr. Bernd Salzberger, Leiter des Bereiches Infektiologie der Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie am UKR.

 

Pressemitteilung UKR