Umgang mit Demenz im Akutkrankenhaus an der Uni-Klinik Regensburg

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) hat ein Demenz-Konzept entwickelt. Wichtiger Aspekt dabei ist ein Team aus 26 Pflegefachkräften, welche speziell im Umgang mit Menschen mit Demenz geschult sind.

Durch eine immer älter werdende Gesellschaft nimmt auch die Anzahl an Demenz-Patienten im Krankenhaus zu. Wegen dieser Entwicklung, hat das UKR ein Demenz-Konzept entwickelt, welches auch das sogenannte D-Team vorsieht. Dieses nimmt nun seine Arbeit am UKR auf, um sich um die Versorgung von Patienten mit Demenz und Delir (akuter Verwirrtheit) zu kümmern.

Auf jeder Allgemeinstation gibt es dabei einen D-Team-Beauftragten, auf einer Doppelstation zwei. Deren Hauptaufgabe besteht darin, das gesamte Pflegeteam auf Station im Umgang mit Patienten mit Demenz und Delir zu sensibilisieren.

Um die Pflege der betroffenen Patienen so aktiv wie möglich zu gestalten stehen dem Team sogenannte Aktivierungsboxen zur Verfügung. Der Inhalt dieser Boxen reicht von Bällen bis Brettspielen über Erinnerungskarten bis hin zu Wolle mit Stricknadeln.

Im Bereich der Unfallchirurgie wurde zusätzlich mit einem Modellprojekt ein erweitertes Aktivierungsangebot gestartet. Eine zusätzliche Betreuungskraft bietet zur normalen medizinischen Versorgung zusätzlich tägliche Gruppen- und Einzelaktivierung an. Dieses Angebot richtet sich an Patienten mit kognitiven Einschränkungen und reicht von Gedächtnistraining über Singen und Spielen bis hin zu Bewegungsübungen und gemeinsamen Mahlzeiten.

Damit die Versorgungsqualität von Patienten mit Demenz und Deliram UKR kontinuierlich verbessert werden kann, trifft sich das D-Team einmal pro Quartal zu einem Qualitätszirkel. Dabei tauscht sich das Team über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit betroffenen Patienten aus und diskutiert verschiedenste Fallbeispiele. Darüber hinaus nehmen die D-Team-Beauftragten regelmäßig an Fortbildungen teil.

MWi