Trump-Kritik an BMW-Werk in Mexiko beunruhigt Bayern nicht

Die Kritik des designierten US-Präsidenten Donald Trump am bayerischen Autobauer BMW wegen der Pläne für ein neues Werk in Mexiko beunruhigt die Staatsregierung in München nicht. «Wir wollen mit Amerika einen guten Handel betreiben, das ist unser größter Exportpartner», sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Montag in München. Die Staatsregierung bleibe bei ihrer Linie, dass sie zunächst Trumps praktische Politik abwarten und nicht seine Äußerungen kommentieren wolle. Letztlich würden die USA durch die Produktionsstätten von BMW im eigenen Land profitieren.

«Beide Seiten wären gut beraten, auf Strafzölle zu verzichten», betonte Aigner. Letztlich sei nun auch der Bund gefordert, «in Gespräche mit den USA einzutreten, um diese Fragen zu klären».

Trump hatte in einem Interview der «Bild»-Zeitung (Montag) und der Londoner «Times» mit Blick auf deutsche Autobauer gesagt: «Sie können Autos für die USA bauen, aber sie werden für jedes Auto, das in die USA kommt, 35 Prozent Steuern zahlen.» Dabei erklärte er allerdings auch: «Wenn sie also für die Welt Autos bauen wollen, würde ich ihnen alles Gute wünschen.»

dpa