Traitsching: Faschingsparty im Internet gestreamt – Polizei kommt

Im Landkreis Cham hat ein Livestream einen Polizeieinsatz ausgelöst – und auch in den folgenden Tagen noch für Verwirrung gesorgt. Nach der von uns veröffentlichten Meldung der Polizei hätten zehn Personen eine Faschingsparty gefeiert und dazu einen Livestream ins Internet gestellt. Doch ein Anrufer, der am Livestream beteiligt war, schildert uns die Lage heute etwas anders: Die Polizei sei da gewesen, aber es seien lediglich die Personalien der anwesenden Personen seien aufgenommen worden. Es soll noch eine Anhörung vor dem Landratsamt geben.

Überhaupt seien die feiernden Menschen lediglich Pappaufsteller gewesen, als Hintergrund für den Livestream, mit dem das Angebot eines Wirtshauses beworben werden sollte. Jedoch seien mehrere Personen am Stream beteiligt gewesen. Ähnliche Besuche der Polizei hätten in der Vergangenheit auch nicht zu Anzeigen geführt.

 

Ursprüngliche Meldung

Zu zehnt Fasching zu feiern ist im Moment einfach nicht erlaubt. Und diese Faschingsparty dann noch live ins Internet zu übertragen sehr leichtsinnig.

Zehn Personen, die verschiedenen Hausständen angehören, wurden am vergangenen Samstagabend in einer Gaststätte in einem Traitschinger Ortsteil angetroffen. Sie filmten ihre Faschingsparty und stellten das Video per Livestream ins Internet. Wie der Gaststättenbetreiber glaubhaft machen wollte, sollte es ein Werbefilm für die Gaststätte sein. Dies sei seiner Meinung nach erlaubt, zudem habe er die Genehmigung des Gaststättenverbandes. Eine Erlaubnis des Landratsamtes Cham konnte der Wirt nicht vorzeigen. In diesem Fall wurden gegen alle Personen Anzeigen erstattet.

 

Foto: Symbolbild

 

PM/EK/MF