Streik gegen den Pflegenotstand

In ganz Deutschland protestieren heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern gegen den Personalnotstand im Pflegebereich. Die Initiatoren kritisieren vor allem die geplante Pflegereform. Dadurch könnte bundesweit eine Finanzierungslücke von 500 Millionen Euro und deshalb ein Wegfall von 10.000 Pflegestellen entstehen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft deswegen heute Mittag zum Protest auf. Laut der Gewerkschaft fehlen in ganz Deutschland derzeit rund 162.000 beschäftigte in Krankenhäusern, davon allein 70.000 im Pflegebereich. Laut Angaben von ver.di ist das die bisher größte Aktion dieser Art im deutschen Gesundheitswesen.

Heute soll es aus diesem Grund auch an ostbayerischen Krankenhäusern Kundgebungen geben. In Regensburg beteiligen sich Mitarbeiter des Caritas-Krankenhauses St. Jose, des Uniklinikums, der medbo und bei den Barmherzigen Brüdern. Auch bei den Sana-Kliniken im Landkreis Cham gibt es eine Protestaktion.

 

MF / SC