Straubing: Wollte ein verurteilter Mörder seinen Mitgefangenen töten?

1994 schockt ein grausames Verbrechen ganz Regensburg. Der damals 18 Jahre alte Auszubildende Martin P. ermordet einen 11 Jahre alten Ministranten mit 70 Messerstichen. Er wird später verurteilt und sitzt 9,5 Jahre Jugendstrafe ab. Knapp ein Jahr nach seiner Haftentlassung tötet er wieder ein Kind und vergeht sich an ihm. Daraufhin erhält er Lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung. Doch die Gewaltgeschichte von Martin P. endet damit noch nicht, so wie es derzeit aussieht, hat er versucht, im Straubinger Bezirkskrankenhaus einen Mitgefangenen zu töten.

Hat der wegen zweifachen Mordes verurteilte Martin P. in der Straubinger Forensik versucht, einen Mitgefangenen zu töten? Die Staatsanwaltschaft Straubing ist davon überzeugt. Im August dieses Jahres hat sie Anklage gegen Martin P. erhoben, er soll versucht haben einen anderen Insassen zu töten. Der Vorfall ereignete sich bereits im Oktober 2015. Derzeit läuft eine sogenannte Stellungnahmefrist, wie ein Sprecher des Landgerichts gegenüber TVA erklärt. Die Verteidigung von Martin P.  kann sich bis Ende Monats zu den Vorwürfen äußern. Danach entscheidet das Landgericht, ob Martin P. erneut der Prozess gemacht wird. 1995 wurde in Regensburg das erste Mal wegen Mordes verurteilt, weil einen 11 Jahre alten Ministranten ermordet hatte. 2005 nur kurz nach seiner Haftentlassung hatte er dann wieder ein Kind getötet. Ob und wann es zu einem neuen Prozess kommt, ist derzeit noch offen.

ML/MF