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Straubing: Wiederaufbau des Rathauses schreitet voran

Die Stadt Straubing informiert über den Wiederaufbau der durch den Brand im November vergangenen Jahres zerstörten Teile des Straubinger Rathauses. Dieser erfordert einen sorgfältigen und behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Daher legt man bei der Stadt Straubing unter Beachtung der formellen Vorgaben großen Wert darauf, erfahrene Planungsbüros auszuwählen, die für diese herausfordernde Aufgabe geeignet sind.

In einem EU-weiten Verfahren wurden die Leistungen für Objektplanung (Architektur), Tragwerksplanung, Heizungs-/Lüftungs-/Sanitärplanung, sowie Elektroplanung ausgeschrieben. Für diese vier Leistungsbereiche haben sich insgesamt über 30 Büros aus Deutschland, überwiegend aus Bayern, beworben.

Nach einer objektiven Prüfung und Bewertung der Erstangebote wurden in den letzten beiden Wochen für jede Leistungssparte bis zu fünf Bewerber zu einer Vorstellungsverhandlung eingeladen. Alle Bewerber können umfängliche Qualifikationen im Bereich der Denkmalpflege sowie des kreativen und sensiblen Bauens im Bestand vorweisen.

Ein Fachgremium hat die Bewerbungen objektiv und neutral bewertet. Je nach Planungsleistung setzt sich dieses Gremium aus Baureferat, Hochbauamt, Gebäudemanagement, Unterer Denkmalbehörde, Bauordnungsamt, dem städtischen Rechnungsprüfungsamt, dem Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Oberbürgermeister und einem verfahrensbegleitenden Architekturbüro zusammen.

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Im nächsten Schritt haben alle Teilnehmer des Verfahrens Gelegenheit, konkrete Angebote abzugeben. Sobald diese vorliegen, erfolgt die abschließende Bewertung sowie eine Vorauswahl der in Frage kommenden Büros. Die Beschlussfassung über die Auftragsvergabe ist in der Septembersitzung des Stadtrats vorgesehen.

Für die planerische Umsetzung, in deren Rahmen auch eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen ist, rechnet man derzeit mit einem Zeitfenster von rund einem Jahr. Die baulichen Maßnahmen schließen sich dann an. Parallel zum Ausschreibungsverfahren werden auch die Bauarbeiten am Rathaus fortgeführt. So wurde etwa bereits mit der Wiedererrichtung des Dachs über dem Ostflügel begonnen. Die dortigen Bereiche, die direkt an den Rathaussaal anschließen, wurden durch den Brand völlig zerstört und werden nun durch neues Zimmerwerk ersetzt. In den übrigen Dachbereichen wird denkmalgerecht ergänzt.

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Die Neueindeckung und teilweise Umdeckung der Dachflächen soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Rathaussaal und den übrigen historischen Bereichen finden derzeit noch Befundungen und weitere Untersuchungen statt.

Pressemitteilung/MF