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Straubing: Seehofer verspricht finanzielle Hilfe

Bis zu 15 Meter hoch schlugen die Flammen aus dem historischen Rathaus in Straubing. Die Schäden an dem mehr als 600 Jahre alten Gebäude sind immens. Bayerns Ministerpräsident sagt nun Hilfe beim Wiederaufbau zu.

Drei Monate nach dem verheerenden Großbrand in dem historischen Rathaus von Straubing hat Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) «kräftige Hilfe» zugesagt. «Wegen der Einzigartigkeit des Gebäudes werden wir die Stadt unterstützen», betonte Seehofer am Freitag nach einem Rundgang durch das größtenteils zerstörte Rathaus. Eine konkrete Summe nannte er nicht. «Es wird aber kein Trostpflaster sein. Es wird sicher in den Millionenbereich gehen.»

Am 25. November war ein Feuer im historischen Bereich des Rathauses ausgebrochen. Die Flammen schlugen bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl des mehr als 600 Jahre alten Gebäudes. Vor allem der historische Rathaussaal wurde ein Opfer der Flammen. Verletzte gab es nicht. Die Schadenshöhe wird auf eine zweistellige Millionenhöhe geschätzt. Nach Angaben der Stadt ist noch nicht abschließend geklärt, in welchem Umfang sich die Versicherung an der Regulierung des Schadens beteiligen wird.

Seehofer zeigte sich nach dem Rundgang schockiert über das Ausmaß der Schäden. «Es blutet einem das Herz. Es ist halt ein ganz besonderes Rathaus.» Gleichzeitig sei es beachtlich, wie zuversichtlich der Oberbürgermeister und die Bevölkerung in die Zukunft blickten. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) hatte bereits wenige Tage nach dem Brand gesagt, er wolle das Rathaus wieder aufbauen lassen. Die Ursache des Großbrandes ist nach wie vor ungeklärt. «Der anfängliche Verdacht, Bauarbeiter hätten das Feuer ausgelöst, hat sich weder erhärtet noch wurde er entkräftet», erläuterte Pannermayr. Die Ermittler hatten bislang nur eine Brandstiftung ausgeschlossen.

Nach Angaben der Stadt hatten die Bürger im Jahr 1382 das gotische Handelshaus erworben und es zum Rathaus umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde in dem dreigeschossigen Gebäude der gotische Giebel abgebrochen und eine neogotische Fassade errichtet.

dpa / NS