Stimmen zum Luchsprozess am Landgericht Regensburg

Am Landgericht Regensburg hat heute die Berufungsverhandlung gegen einen Jäger aus Lohberg begonnen. Dieser wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Besitz illegaler Waffen und dem vorsätzlichen Nachstellen von mindestens einem Luchs angeklagt und in erster Instanz schuldig gesprochen.

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Die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte legten beide Berufung vor dem Landgericht Regensburg ein, wo heute die Berufungsverhandlung gegen den Jäger begann. Mehrere Vertreter von Umweltstiftungen und Naturschutzvereinigungen begleiten die Verhandlung und geben ihre Einschätzungen zum Auftakt ab.

Die illegale Tötung hochbedrohter Arten, wie Luchs oder Uhu, ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine verachtenswerte und schändliche Straftat, mit der wir uns niemals abfinden werden. Der heutige Prozess zeigt, dass auch Polizei und Staatsanwaltschaft mögliche Straftaten auf diesem Gebiet sehr ernst nehmen. – Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender Landesbund für Vogelschutz e.V.

Wir sind beeindruckt von der professionellen und engagierten Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung der Verbrechen an Bayerns Naturerbe, die mit der Tötung von Luchsen im Bayerischen Wald immer wieder begangen wurden. Im vorliegenden Fall wurden die Ermittlungen mit aufwändigen forensischen und ballistischen Gutachten vorangetrieben. Wir werden die Erkenntniss aus dem laufenden Prozess in die weitere Arbeit im Projekt Tatort Natur einspeisen. – Claus Obermeier, Vorstand Gregor Louisoder Umweltstiftung

 

Mit einem Urteil wird nach Abschluss der Zeugen- und Sachverständigenanhörungen am 19. Februar gerechnet.