Stiftung: Zu wenig Personal in bayerischen Kitas

In den bayerischen Kindertagesstätten (Kitas) fehlt es weiterhin deutlich an Personal. Zu diesem Ergebnis kommt die Bertelsmann-Stiftung mit Sitz in Gütersloh in ihrem am Dienstag vorgestellten neuen Ländermonitoring zur frühkindlichen Bildung. Gemessen an den Empfehlungen der Stiftung müssten zusätzlich knapp 8000 Vollzeitkräfte angestellt und weitere 344 Millionen Euro jährlich dafür bereitgestellt werden.

Sollen zudem alle Krippen und Kindergärten im Freistaat mit professionellem Leitungspersonal ausgestattet werden, würden zusätzlich mehr als 4500 Vollzeitbeschäftigte benötigt. Dies würde weitere 275 Millionen Euro jährlich kosten, wie die Bertelsmann-Stiftung vorrechnete.

In den bayerischen Kinderkrippen zeigt sich im Ländervergleich bundesweit das größte regionale Qualitätsgefälle beim Personalschlüssel. So habe 2017 eine Krippenfachkraft in den oberfränkischen Landkreisen Hof und Coburg rein rechnerisch zwei Kinder mehr betreuen müssen als im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Im Kindergartenbereich liegt dieses Gefälle laut dem Monitoring der Stiftung hingegen im bundesweiten Mittelfeld.

Grundlage des jährlich aktualisierten Ländermonitorings «Frühkindliche Bildungssysteme» sind Auswertungen von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und weiteren amtlichen Statistiken. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2017. Personalschlüssel und Leitungsausstattung sind zwei zentrale Qualitätsmerkmale von Kitas.

dpa/MF