Sportmedizin: Auszeichnung für Forschung

Zwei Doktoranden des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) wurden für ihre Forschungsarbeiten im Bereich der Versorgung von Sportverletzungen mit dem Young Investigator Award der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ausgezeichnet.

Siegmund Lang und Alexander Hanke, Doktoranden in der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, beschäftigen sich wissenschaftlich unter Anleitung von Dr. Markus Loibl, Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, mit der Regeneration von Sportverletzungen. Für ihre Forschungsarbeiten wurden sie im Rahmen des GOTS Jahreskongresses im Juni 2015 in Basel (Schweiz) mit dem GOTS Young Investigator Award ausgezeichnet. Sigmund Lang, der die Wirkungsweise von Thrombozytenreichem Plasma als Eigenbluttherapie untersuchte, erhielt dabei den mit 2.000 Euro dotierten ersten Preis. Die Prognose von Knieverletzungen nach Skiunfällen, mit der sich Alexander Hanke beschäftigte, würdigte die Jury mit dem mit 500 Euro dotierten dritten Platz.

 

Eigenbluttherapie zur schnelleren Heilung von Verletzungen

Die Eigenblutbehandlung bei Verletzungen ist unter Spitzensportlern bereits etabliert und auch immer mehr Sportärzte nehmen die Therapie mit dem sogenannten Platelet Rich Plasma (PRP) in ihr Behandlungsspektrum auf. Um das plättchenreiche Plasma zu gewinnen, wird eine Blutprobe des Patienten durch Zentrifugation in rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen getrennt. Im Anschluss kann das entstandene PRP direkt in die verletzte Körperregion eingebracht werden. Körpereigene Wachstumsfaktoren, die in PRP hoch konzentriert sind, gelangen so genau dorthin, wo sie gebraucht werden, und die Heilung von verletzen Muskeln, Sehnen oder Knorpel wird ganz ohne zusätzliche Medikamente gefördert.

PRP enthält allerdings auch eine Vielzahl weißer Blutkörperchen, welche nachweislich eine entscheidende Rolle bei Entzündungen spielen und zu vermehrter Narbenbildung in verletztem Gewebe führen. Wissenschaftler stellen sich daher die Frage, ob die PRP-Therapie eventuell eine beschleunigte Heilung auf Kosten der Stabilität der behandelten Strukturen bedingt. Diesem Risikofaktor nahm sich Siegmund Lang in seiner Forschungsarbeit an.

Pressemitteilung/MF