Spatenstich zum Ausbau der B85 bei Altenkreith

Einen deutlich besseren Verkehrsfluss und eine erheblich höhere Verkehrssicherheit erwartet Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck vom zweibahnigen Ausbau der Bundesstraße 85 bei Roding im Landkreis Cham. Das hat Eck heute beim feierlichen ersten Spatenstich deutlich gemacht, den er gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgenommen hatte. Der Staatssekretär rechnet mit dem Abschluss der Gesamtbaumaßnahmen bis spätestens 2021. Laut Eck wird derzeit speziell im Landkreis Cham kräftig in den Ausbau von Bundesstraßen investiert. Allein heuer seien es rund 24 Millionen Euro vom Bund. Die B 85 bilde den Schwerpunkt mit Gesamtinvestitionen des Bundes von rund 42 Millionen Euro für den zweibahnigen Ausbau der B 85 bei Wetterfeld, circa 30 Millionen Euro für den zweibahnigen Ausbau der B 85 bei Roding und etwa 19 Millionen Euro für den Bau der Ortsumgehung Neubäu, der derzeit bereits laufe

„Im Landkreis Cham ist die B 85 eine wichtige Verkehrsachse“, betonte Eck. Mit einer Verkehrsbelastung von etwa 16.000 Fahrzeugen pro Tag bei Roding, die in Richtung Cham auf über 20.000 Fahrzeuge pro Tag ansteigt, sei die B 85 im bayernweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch belastet, auch beim Schwerverkehr. Für den jetzt beginnenden zweibahnigen Ausbau der B 85 zwischen Altenkreith und Piendling wird nach Ecks Worten bis Herbst dieses Jahres eine Vorflutleitung vom Regenrückhaltebecken an der Anschlussstelle Roding zum Regen hergestellt. Ebenfalls noch diesen Herbst werde das Staatliche Bauamt Regensburg mit der Einrichtung einer Behelfsumfahrung im Bereich der Anschlussstelle Roding beginnen, die im Frühjahr 2018 fertig sein soll. „Die Behelfsumfahrung ist notwendig, damit der Verkehr der B 85 um die Baustelle der neuen Brücke der Staatsstraße 2650 ohne wesentliche Beeinträchtigungen fließen kann“, erläuterte der Staatssekretär und sicherte zu: „Durch den Umbau der Anschlussstelle entschärfen wir eine unfallträchtige Stelle.“

Wie Eck erklärte, beginnen ab Frühjahr 2018 die Arbeiten für die eigentlichen Bauwerke im Zuge der B 85. Besonders hob der Staatssekretär hervor, dass auch drei bestehende Bauwerke erneuert werden. Neben der Unterführung der Mitterkreither Straße und der Überführung der Bahnhofstraße sei vor allem die Brücke über den Regen in einem baulich sehr schlechten Zustand. Wegen eingeschränkter Tragfähigkeit müssten derzeit Schwertransporte durch den Ortskern von Roding geleitet werden. Bevor die Brücke über den Regen abgebrochen und durch eine neue ersetzt wird, werde zunächst ein neues Bauwerk für die zweite Fahrbahn direkt neben der bestehenden Brücke hergestellt. Parallel zu den Brückenbauarbeiten werde der Streckenbau Zug um Zug fortgeführt.

Ergänzend wies Eck darauf hin, dass derzeit auf der Bundesstraße 20 die Bauarbeiten für den vierten und letzten Abschnitt des dreistreifigen Ausbaus zwischen Cham und Furth im Wald stattfinden. Hier investiere der Bund in den Jahren 2016 und 2017 rund fünf Millionen Euro. „Die Fertigstellung des 2,3 km langen Abschnitts ist für Herbst dieses Jahres vorgesehen“, kündigte der Staatssekretär an. Parallel dazu werde heuer der Streckenzug der B 20 von Furth im Wald bis zur südlichen Landkreisgrenze bei Trebersdorf in Teilabschnitten baulich ertüchtigt. Die Maßnahmen haben ein Bauvolumen von insgesamt etwa acht Millionen Euro. Zusätzlich laufen laut Eck an der südlichen Landkreisgrenze die Planungen für den zweibahnigen Ausbau der B 20 bei Traitsching auf Hochtouren, um schnellstmöglich Baurecht zu schaffen.

 

PM/LH