Söder bekräftigt strikte CSU-Haltung in der Asylpolitik

In seiner ersten Bierzelt-Rede als bayerischer Ministerpräsident hat Markus Söder die strikte Haltung seiner Partei in der Ausländer- und Asylpolitik bekräftigt. Bei dem Auftritt am Sonntagabend im oberbayerischen Sachsenkam forderte der CSU-Politiker unter anderem eine härtere Linie bei Abschiebungen. Ausländer, die hier anerkannt würden, sollten alle Chancen bekommen, betonte er. Es könne aber nicht sein, dass es dabei bleibe, dass Sammelabschiebungen nur «mit fünf bis zehn Leuten stattfinden». 

Zugleich forderte Söder von allen, die hier leben, den Respekt vor den hiesigen Werten: «Wer bei uns lebt, ist herzlich willkommen, aber er muss sich am Ende unseren Werten, Sitten und Gebräuchen anpassen.» In dem Zusammenhang bekräftigte Söder erneut seine Unterstützung für die Aussage «Der Islam gehört nicht zu Deutschland», mit der der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer zuletzt für Schlagzeilen gesorgt hatte. Muslime, die hier leben, seien natürlich Bestandteil der Gesellschaft, betonte Söder. Aber wer behaupte, dass der Islam in Bayern kulturgeschichtliche Wurzeln habe, «der irrt fundamental».

dpa/MF