Siemens streicht Stellen – Lage in Ostbayern unklar

Der Siemens Konzern streicht im Rahmen einer Umorganisierung weltweit rund 7.800 Stellen. Davon sind etwa 3.300 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen. In einer ersten Pressemitteilung spricht der Konzern von Einsparungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro, die in Innovations-, Produktivitäts- und Wachstumsinitiativen investiert werden sollen. Noch ist unklar, welche Siemens-Standorte durch die Kürzungen vom Stellenabbau betroffen sind.

Stellungnahme von Joe Kaeser

Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser gibt in der Pressemitteilung folgenden Kommentar ab:

"Mit unserem Unternehmenskonzept Vision 2020 wollen wir das Unternehmen wieder auf nachhaltigen Wachstumskurs bringen und die Profitabilitätslücke zu den Wettbewerbern schließen. Durch die strategische Neuausrichtung konnten wir unsere Organisation deutlich straffen und ganze Zwischenebenen herausnehmen. Damit bringen wir unsere Geschäfte näher zum Kunden und werden erheblich effizienter. Dadurch fallen auch bestimmte Aufgaben und Funktionen ganz weg. Diese Herausforderung werden wir nun gemeinsam angehen und die daraus resultierenden Maßnahmen verantwortungsvoll umsetzen. Damit ist die Restrukturierung des Unternehmens im Zusammenhang mit der organisatorischen Neuaufstellung vom 1. Oktober 2014 abgeschlossen"

Zwei Standorte in Ostbayern

In Ostbayern betreibt Siemens zwei Standorte, in Regensburg und Cham. Erst Anfang der Woche haben die Siemensmitarbeiter dort demonstriert. Sie fordern unter anderem mehr Geld und neue tarifliche Bildungszeit für Beschäftigte. Gewerkschaften fürchten jetzt, dass betroffene Mitarbeiter gedrängt werden, Aufhebungsverträge zu unterzeichnen. Betriebsbedingte Kündigungen sind wegen der laufenden Beschäftigungsverträge nicht möglich.

Pressemitteilung/MF/RH