Schulanfang: Polizei gibt Sicherheitstipps

Das Ende der Sommerferien in Bayern naht. Am Dienstag, 13.09.2016, starten die Schüler wieder in ein neues Schuljahr. Insbesondere für die 8943 sogenannten „ABC-Schützen“ in der Oberpfalz beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt. Neben den neuen Herausforderungen, die die Schule mit sich bringt, steht für die Erstklässler und auch die weiteren Schüler die Bewältigung des Schulweges an. Die Polizei der Oberpfalz hat auch in diesem Jahr auf die Schüler und die weiteren Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk. Insbesondere steht hier die Überwachung der Gurtanlege- und der Kindersicherungspflicht an.

Für Erstklässler und deren Eltern gilt es, bereits vor dem ersten Schultag den Schulweg kennen zu lernen und dabei Gefahrenstellen und Risiken ins Auge zu fassen.

 

Folgende Tipps gibt das Polizeipräsidium Oberpfalz den Eltern und Kindern an die Hand:

Der Schulweg soll schon vor Schulbeginn gemeinsam mit den Kleinsten erkundet werden. Dabei sollen den Kindern Gefahrenbereiche und richtige Verhaltensweisen aufgezeigt werden. Der kürzeste Schulweg muss nicht auch der sicherste sein.

Müssen Straßen überquert werden, so sollte das möglichst an Ampelanlagen, Fußgängerüberwegen oder Fußgängerfurten, die durch Schulweghelfer abgesichert sind, geschehen. Ist das nicht möglich, so wird daran erinnert, nicht hinter Hindernissen wie beispielsweise einem Auto oder einer Hecke auf die Fahrbahn zu treten.

Kleidung und Schulranzen sollen auffällig und hell sein – das erhöht die Wahrnehmbarkeit. Reflektierende Elemente auf der Kleidung oder den Schultaschen stellen sinnvolle Ergänzungen dar.

Der Weg zur Schule soll geplant und rechtzeitig angetreten werden, da Zeitdruck die Aufmerksamkeit der Kinder vermindert und somit auch das Unfallrisiko erhöht.

Die Nutzung von Handys stellt durch die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar. Das Mobiltelefon sollte auf dem Schulweg im Schulranzen bleiben.

Schulanfänger sollten grundsätzlich nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Besonderer Blick auf Sicherungseinrichtungen:

Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht oder abgeholt, so ist auf die vorschriftsmäßige Sicherung von Fahrern und Mitfahrern zu achten.

Die Polizei überwacht in den ersten Schultagen an stark befahrenen Schulwegen wie auch vor Schulen und Kindergärten besonders die Gurtmuffel. Die Schutzwirkung des Sicherheitsgurtes ist hinreichend belegt. Dennoch zeigt die Unfallstatistik immer wieder, dass viele Verkehrsteilnehmer den Gurt nicht anlegen. Im Jahr 2015 waren bayernweit 67 von 305 tödlich verunglückten Personen in Pkw nicht durch einen Sicherheitsgurt gesichert.

Besondere Verantwortung tragen Fahrzeugführer auch gegenüber Kindern im Fahrzeug. Diese vorschriftsmäßig zu sichern ist Aufgabe der Fahrzeuglenker. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz kam im Jahr 2015 ein Kind zu Tode, das nicht mit der vorgeschriebenen Rückhaltevorrichtung im Pkw gesichert war.

Verhaltensregeln an Bushaltestellen:

-Bushaltestellen sind keine Spielplätze!!!
-An den Haltestellen nicht drängeln und auf ausreichenden Abstand zum heranfahrenden Bus achten.
-Niemals vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen, sondern warten bis der Bus die Haltestelle verlassen hat.
-Beim Aussteigen auf passierende Radfahrer und Fußgänger achten.

-Nicht nur die Schüler, jeder Verkehrsteilnehmer ist aufgerufen, zu Schulbeginn besonders aufmerksam zu sein.
-Im Umfeld von Schulen herrscht wochentags ein großes Aufkommen an Fußgängern und Radfahrern. Das Motto lautet deshalb: „Fuß vom Gas und bremsbereit sein, wenn sich Kinder am Fahrbahnrand befinden!“ Die gleiche Vorsicht gilt natürlich beim Passieren von Schulbushaltestellen.

Die Oberpfälzer Polizeidienststellen haben die Schulwege vom 13. bis 30. September quer durch den Regierungsbezirk besonders im Fokus.

Unfallgeschehen auf dem Schulweg

Wie wichtig es ist, Kinder mit ihrem Schulweg vertraut zu machen und altersgerecht an eine sichere Verkehrsteilnahme heranzuführen, zeigt die jährliche Bilanz der Schulwegunfälle.
Im Schuljahr 2015/2016 ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz 57 Schulwegunfälle. Dabei erlitten insgesamt 67 Schüler Verletzungen. In sechs Fällen führten die Unfälle auch zu schweren Verletzungen. Glücklicherweise gab es in den vergangenen Schuljahren keine ums Leben gekommene Schüler. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen leichten Rückgang von sieben Unfällen, auch die Anzahl der verletzten Kinder reduzierte sich um sieben.

Maßnahmen und Anstrengungen für sichere Schulwege sind und bleiben ein wichtiger Baustein im Aufgabenkatalog der Oberpfälzer Polizei.

PM/MF