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Schnee sorgt für Behinderungen auf ostbayerischen Straßen

Tief Axel hat Ostbayern über Nacht mit Schnee bedeckt. Der Deutsche Wetterdienst hat bereits am Dienstag für den Landkreis Cham eine amtliche Wetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen herausgegeben und geraten, Autofahrten zu vermeiden.
Im Süden Oberbayerns gab es zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen mehr als 60 Verkehrsunfälle.

 

Viele Verkehrsbehinderungen in der Oberpfalz

In weiten Teilen der Oberpfalz setzte der Schneefall um kurz nach Mitternacht (04.01.), gegen 00:30 Uhr ein. Vonseiten der Polizeipräsidien Niederbayern und Oberpfalz heißt es, dass sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mehr als 80 Verkehrsunfälle auf den schneebedeckten Straßen ereigneten, darunter allerdings keine schweren. LKW-Fahrer seien des Öfteren an Steigungen hängen geblieben, auf der A 3 in Niederbayern stand ein Lastwagen quer, der geborgen werden musste.

Am Mittwoch ereigneten sich zwischen 15 und 20 Uhr 28 Verkehrsunfälle, bei denen eine Person schwer verletzt wurde. 13 Fahrzeuginsassen zogen sich leichte Verletzungen zu.

 

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Das Bild zeigt die Streckenverhältnisse der B 16 zwischen Saal an der Donau und Alkofen. Es entstand am Mittwochmorgen gegen 07:30 Uhr.

Im Laufe der Nacht auf den 05.01.2017 beruhigte sich das Verkehrsgeschehen. Dennoch waren im Zeitraum von 20 bis 05 Uhr weitere 17 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, bei denen zwei Personen leichtere Verletzungen erlitten. In den Morgenstunden des Donnerstags kam es zudem zu 6 weiteren leichten Unfällen.

In Niederbayern konnten insgesamt 26 Unfälle verzeichnet werden, mit insgesamt 4 leichtverletzten Personen.

 

Alle weiteren witterungsbedingten Unfälle haben wir hier zusammengefasst

Die Räum- und Streudienste in Ostbayern sind mehr oder weniger im Dauereinsatz. Auch die Polizei hatte alle Hände voll zu tun. Hier eine Zusammenfassung aller Polizeimeldungen:

Pressebericht des Polizeipräsidiums Niederbayern (04.01.)

Heftige Schneefälle und Minusgrade sowie dadurch zum Teil glatte Straßen verwandelten in der vergangenen Nacht die niederbayerischen Straßen zu Schneebahnen. Nur wenige Verkehrsunfälle sind zu verzeichnen, die Verkehrsteilnehmer sind anscheinend sehr gut gerüstet und passen ihre Fahrweise der Witterungsbedingungen an.

In der Zeit von heute 03.00 Uhr bis 09.00 Uhr waren im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern lediglich sieben witterungsbedingte Verkehrsunfälle, zumeist aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit, zu verzeichnen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Winterdienste der Autobahn- und Straßenmeistereien sowie der Kommunen sind seit der Nacht im Dauereinsatz.

Auf der Ruselbergstrecke besteht Schneekettenpflicht. In den Höhenlagen des Bayerischen Waldes und an Steigungen ist nach wie vor mit Behinderungen zu rechnen.

Das Polizeipräsidium Niederbayern bittet in diesem Zusammenhang die Verkehrsteilnehmer – auch aufgrund angekündigter weiterer Schneefälle und Schneeverwehungen – um weiterhin vorsichtige und vorausschauende sowie defensive Fahrweise. Das Thema Winterreifen sollte jetzt im Januar eigentlich kein Thema mehr sein, die Straßenverkehrsordnung schreibt ja bei winterlichen Straßenverhältnissen bindend die Verwendung von Winterreifen vor.

Pressebericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz (04.01.)

Im Laufe der vergangenen Nacht setzten von Norden her kommend neue Schneefälle und -verwehungen ein und führten in der gesamten Oberpfalz zu winterlichen Straßenverhältnissen. In der Folge kam es immer wieder witterungsbedingt zu Verkehrsunfällen.

In der heutigen Nacht konnten in der Oberpfalz insgesamt 22 witterungsbedingte Verkehrsunfälle registriert werden. Dabei rutschten die beteiligten Fahrzeugführer in der Regel auf schneebedeckten bzw. schneeglatten Fahrbahnen in Gräben oder prallten gegen Hindernisse wie Straßenlaternen oder Verkehrszeichen. Einige Lkw-Fahrer blieben mit ihren Gespannen an Steigungen hängen. Insgesamt entstand bei den Verkehrsunfällen jeweils ein geringer Sachschaden.

Drei Personen zogen sich bei den Verkehrsunfällen leichte Verletzungen zu, eine 59-jährige Frau verletzte sich schwer und ein 61-jähriger Pkw-Fahrer brach während der Bergungsarbeiten zusammen und verstarb später im Krankenhaus.

Pressebericht der Polizeiinspektion Cham (04.01.)

Ohne Problem verlief der Wintereinbruch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bzw. in den darauffolgenden Vormittagsstunden (bis 10 Uhr) im Dienstbereich der Chamer Polizei. Sie wurde am Mittwoch gegen 5.45 Uhr zu einem sogenannten Kleinunfall in die Janahofer Straße in Cham gerufen. Dort kam aufgrund schneeglatter Fahrbahn ein 20jähriger Mann aus einem Chamer Stadtteil mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Das Auto drehte sich und rutschte in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro.  Ansonsten zeigte sich die Polizei im Bereich Cham zufrieden und weist darauf hin, dass bei diesen Straßenverhältnissen angepasste Geschwindigkeit, gute Winterreifen und auch ein Stück Gelassenheit notwendig ist.

Verständnis sollte auch für den Winterdienst aufgebracht werden. Dieser kann nicht gleichzeitig überall sein.

Pressebericht der Polizeiinspektion Roding (04.01.)

Aufgrund eines Bremsmanövers auf winterglatter Fahrbahn kam am Mittwoch in den frühen Morgenstunden in Michelsneukirchen, in der Straubinger Straße, ein Pkw-Fahrer von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Lichtmasten. Der Fahrzeugführer erlitt leichte Verletzungen, die im Krankenhaus Cham behandelt werden mussten. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und wurde durch den Abschleppdienst geborgen. Am verunfallten Fahrzeug entstand ein Schaden von etwa 5.000 Euro.

 

 

LS/MB