Schlichtung im Kita-Streit – Aufatmen in Regensburg

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht im Kita-Streit: Ab Montag wird nicht mehr gestreikt – aber ein Ergebnis gibt es nicht. Selbst eine 16-stündige Schlussrunde reichte nicht. Nach vier Wochen beenden die Gewerkschaften ihre Kita-Streiks – spätestens Montag sind die Erzieher wieder für die Kinder da. Die Tarifverhandlungen für kommunale Kita-Erzieher und Sozialarbeiter sind zwar gescheitert. Aber Arbeitgeber und Gewerkschaften einigten sich am frühen Donnerstagmorgen nach stundenlangen, zähen Gesprächen auf eine Schlichtung. Damit greife eine Friedenspflicht, sagten die Verhandlungsführer Thomas Böhle und Frank Bsirske in Berlin.

Für die Gewerkschaften soll nun der ehemalige Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, schlichten. Der Schlichter der Arbeitgeber stehe noch nicht fest, werde aber zügig benannt, kündigte Böhle an. Die Arbeitgeberseite hat turnusgemäß den Vorsitz im Schlichterduo.

Wie lange die Schlichtung dauert, ist nicht festgelegt. Aber in Verhandlungskreisen wurde eine Dauer spürbar unter zwei Wochen für wahrscheinlich gehalten.

Die Stadt Regensburg erklärt, dass das für die kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen bedeutet, dass der Streik bis auf weiteres ausgesetzt ist. Ab Montag, 8. Juni 2015, sind alle Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Regensburg wieder wie gewohnt geöffnet. Der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs begrüßt, dass die Tarifparteien sich auf ein Schlichtungsverfahren verständigt haben. Er hofft auf eine baldige Einigung.

dpa/ MK