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Salve Abusina: Viele Besucher kamen nach Eining

Drei Tage lang „Geschichte zum Anfassen“ hieß es am vergangenen Wochenende in Eining bei Bad Gögging. Bereits zum sechsten Mal ließen römische Legionäre, Händler, Handwerker, Gladiatoren und Germanen bei Bayerns größtem Römerfest das ehemalige Kastell Abusina zum Leben erwachen. Und bei bestem Sommerwetter strömten tausende Besucher aus ganz Bayern herbei, um zwischen den alten Kastellmauern auf Entdeckungstour gehen…

 

Schon bei seiner Eröffnungsrede am Samstag betonte Neustadts erster Bürgermeister Thomas Reime: „Wir legen seit jeher sehr viel Wert darauf, dass bei Salve Abusina Wissen auf spielerische Art und Weise vermittelt wird. Wir wollen hier keinen Klamauk veranstalten. Als wir vor sechs Jahren das erste Römerfest planten, war uns allen klar, dass wir die Bedeutung des UNESCO Welterbes LIMES ernst nehmen und unser römisches Erbe möglichst authentisch aufleben lassen wollen. Nach diesem Prinzip haben wir Salve Abusina immer veranstaltet." Ein Prinzip, das ankommt. „Wenn ich gewusst hätte, dass Archäologie so interessant ist, hätte ich etwas anderes studiert“, lautete beispielsweise das Fazit einer Besucherin, nachdem sie den Ausführungen von Prof. Dr. Christoph Schäfer gelauscht hatte.

 

 

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Forschung eindrucksvoll veranschaulicht

Der Historiker der Universität Trier, ein Abusina-Freund der ersten Stunde, präsentierte zusammen mit seinem Team ein römisches Handelsschiff, den sogenannten Prahm: „Dieser vor allem auf Funktionstüchtigkeit ausgelegte Schiffstyp bildete lange Zeit das logistische Rückgrat des weltweit existierenden Binnenfrachtverkehrs im Römischen Reich. Für den Warentransport war der Prahm also ein unverzichtbares Gerät und sorgte für einen regen Güterverkehr“, so Schäfer, der den Prahm im Maßstab 1:2 gemeinsam mit seinen Studenten gebaut hat. Schnell entwickelte sich das Schiff zum regelrechten Besuchermagneten, weshalb Schäfer – er hatte eigentlich nur einen Vortag pro Tag geplant – nahezu ununterbrochen über den Prahm referierte.

Großes Kinderprogramm

Doch nicht nur Erwachsene kamen voll auf ihre Kosten. Auch kleine Römerfans konnten dank kindgerechter Programmpunkte ganz viel über das Leben vor 2000 Jahren lernen – zum Beispiel bei zahlreichen Mitmachaktionen für Kinder wie Bogenschießen, Mosaiklegen, Töpfern, Feuermachen oder Eselstriegeln. In den einzelnen Lagern präsentierten die Gruppen zudem stolz ihre Ausrüstung und im Pferdelager „Mähnenwind“ schlugen die Herzen kleiner Pferdefreunde höher.

Gäste aus aller Welt

Der Erfolg gibt den Veranstaltern und ihrer Mischung aus spektakulärem Programm und wissenschaftlichem Anspruch recht: Salve Abusina hat sich einen festen Platz im Jahreskalender von tausenden Römerfans, Geschichtsinteressierten und vor allem Familien erarbeitet. Was Astrid Rundler dabei besonders freut: „Wir dürfen inzwischen Einheimische sowie Gäste aus ganz Bayern und darüber hinaus begrüßen.“ „Darüber hinaus“ – damit meint die Tourismus-Managerin diesmal insbesondere eine chinesische Reisegruppe, die eigens für Salve Abusina angereist war. „Die Strahlkraft und der gute Ruf von Salve Abusina gehen also weit über die Region hinaus. Ich denke, wir haben auch heuer wieder zusammen mit der Regensburger Veranstaltungsagentur ‚Stadtmaus‘ ein wunderbares Fest auf die Beine gestellt“, so Rundler.


Pressemitteilung/MF