Sabotage auf Stadtbau-Baustelle

Das Hochhaus der Stadtbau in der Kurt-Schumacher-Straße 23 kommt nicht aus den Schlagzeilen. Seit einem Jahr wird ein Hochhauskomplex aus den 70er Jahren saniert. Seit mehreren Monaten werden die neuen Elektroinstallationen mutwillig sabotiert. Jetzt lobt der Geschäftsführer der Stadtbau, Joachim Becker, eine Belohnung von 3.000 Euro für denjenigen aus, der den Täter überführt.

Bereits seit dem Anfang der Arbeiten gäbe es schon Sabotageakte, so Peter Hertsch, der Geschäftsführer der für die Sanierung beauftragten Elektronikfirma. „Zunächst kam das noch nicht so oft vor, wir dachten noch: „Vielleicht ist das Zufall, einer von uns hat nicht sorgfältig gearbeitet oder ein Handwerker macht damit einen schlechten Witz“. Aber seit ein paar Wochen ist es ganz extrem, fast täglich finden wir herausgerissene Kabel oder offenstehende Kabelverteilerdeckel. Und: Die Sabotage kommt immer am Abend oder am Wochenende vor, wenn keine Handwerker im Haus sind,“ fasst Peter Hertsch die Schäden zusammen. „Das passiert jetzt in einem Ausmaß, da wird es richtig gefährlich. Es kann jemand einen Stromschlag bekommen oder eine lose Klemmstelle verursacht einen Brand.“

Der Geschäftsführer der Stadtbau, Joachim Becker, möchte sich das nicht mehr bieten lassen. „Hier sind Menschenleben in Gefahr! Derjenige, der mir den Saboteur überführen kann, bekommt 3.000 Euro!“ Da die Tür zum Wohnkomplex am Wochenende und in der Nacht geschlossen sei, wäre es wahrscheinlich, dass der Täter im Haus wohnt. „Für mich kommt als Täter nur jemand in Frage, der Interesse daran hat, mit allen Mitteln die Modernisierung des Hauses zu behindern“, so Joachim Becker.