Rossmarkt: Markus Söder sagt ländlichen Gemeinden Stärkung zu

Bei wenig winterlichen Bedingungen und Nieselregen sind am Mittwoch mehr als 100 prachtvoll geschmückte Pferde beim Berchinger Rossmarkt aufgetrieben worden. «Schnee und Kälte wären uns lieber. Aber wir sind stolz, dass heuer wieder rund 20.000 Besucher zur Pferdeschau gekommen sind», sagte Bürgermeister Ludwig Eisenreich (CSU). Viele der etwa 60 Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten zum größten bayerischen eintägigen Wintervolksfest ins oberpfälzische Berching, um stolz ihre Rösser zu präsentieren. Dafür erhalten sie pro Tier eine nach Rassen gestaffelte Auftriebsprämie.

Das Zugpferd für die politische Kundgebung war heuer Bayerns Heimatminister Markus Söder (CSU). Er sagte den Gemeinden im ländlichen Raum seine Unterstützung zu. «Wir stärken die Situation vor Ort und damit schaffen wir eine Möglichkeit, mit viel Geld und viel Unterstützung, dass der ländliche Raum Zukunftsregion wird, genau dieselben Chancen hat wie die Großstädte.»

Söder erneuerte seine Kritik am Länderfinanzausgleich. Dies sei ein System, das in Europa nicht funktioniere. «In Griechenland bekommt man nur Geld von Europa gegen Reformen. Der deutsche Länderfinanzausgleich ist genau das Gegenteil. Dort bekommt man nur Geld, wenn man nix tut.» Bayerisches Geld sei am besten in Bayern aufgehoben und nicht in Berlin, betonte Söder.

Die Hauptattraktion waren aber auch in diesem Jahr die Pferde. Anton Keil aus Hemau (Landkreis Regensburg) ist bereits das 30. Mal dabei. «Seit 25 Jahren verkaufen wir keine Pferde mehr. Wir knüpfen aber Kontakte, um mit unseren Gespannen bei Volksfesten gebucht zu werden», sagte der 70-Jährige. Am Vortag hatte er seine beiden süddeutschen Kaltblutpferde Diamant und Medi gewaschen, ihre Mähnen geflochten und das Geschirr auf Hochglanz gewienert.

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dpa