Rohrbombe in Burglengenfeld – Tatverdächtiger in Gewahrsam deutscher Justizbehörden

Der 28-Jährige Tatverdächtige im Fall der Rohrbombe in Burglengenfeld ist nach seiner Festnahme in Spanien am Mittwoch, den 17.04.2019, in den Gewahrsam der deutschen Justiz übergeben worden.

Wie bereits berichtet, steht der Tatverdächtige aus dem Landkreis Schwandorf im Verdacht, auf einem Feldweg – angrenzend zu einer Baustelle, einen sprengfähigen – rohrförmigen Gegenstand abgelegt zu haben, welcher durch einen Spaziergänger am 17.02.2019 aufgefunden wurde.

Nach kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergab sich eine Spur zu dem Mann, dessen Wohnung am 08.03.2019 durchsucht wurde. Bereits hier ergaben sich Hinweise, dass sich der Gesuchte mittlerweile in Spanien aufhalten könnte. Schließlich wurde er dort im Rahmen der Zusammenarbeit deutscher und spanischer Justiz- und Polizeibehörden am 18.03.2019 aufgrund eines bestehenden Haftbefehles festgenommen und zunächst in Spanien inhaftiert.

Im Rahmen seiner Auslieferung wurde er am Mittwoch, den 17.04.2019, an die deutschen Sicherheitsbehörden übergeben und in Gewahrsam genommen. Nach seiner Anhörung durch einen Ermittlungsrichter am Vormittag des Donnerstag, 18.04.2019, ist er in eine Justizvollzugsanstalt überführt worden.

Entgegen anderslautender Berichte verschiedener Medien hinsichtlich einer Zugehörigkeit zu rechtsextremistischen Gruppierungen oder einer etwaigen Reichsbürgerzugehörigkeit liegen keine belastbaren polizeilichen Erkenntnisse vor.

Der Tatverdächtige war nach Hinweisen im Jahr 2018 Gegenstand polizeilicher Überprüfungen hinsichtlich einer etwaigen staatsablehnenden Haltung, die aber nicht abschließend zuordenbar war.

Hinsichtlich des Motivs für das Ablegen des Sprengkörpers konnten bislang mangels Verfügbarkeit des Beschuldigten noch keine abschließenden  Erkenntnisse gewonnen werden. Die Ermittlungen dauern weiter an.

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