Riedenburger Schleuse ist zum zweiten Mal wieder geöffnet

Ab heute Mittag 11:30 Uhr kann wieder geschleust werden. Nachdem am letzten Freitagabend zum 2. Mal innerhalb eines Monatsein Schiff an der Schleuse Riedenburg einen schweren Schaden verursacht hat, warten bereits 79 Schiffe auf ihre Weiterfahrt.

„Bei uns rufen täglich Schiffsführer an und fragen, wann es weiter geht. Jeder Tag kostet die Schifffahrt Geld“, klagt Jürgen Lang vom Schifffahrtsbüro desWasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Donau MDK (WSA). Gemeinsam mit seinen Kollegen von den Schleusen-Leitzentralen am Main-Donau-Kanal und der Donau hat er alle Vorbereitungen für die Öffnung derSchleuse getroffen. Wie schon beim letzten Mal haben die Schiffe an jeder Schleuse Startnummern mit der Reihenfolge ihrer Schleusung. DieLeitzentralen arbeiten rund um die Uhr mit Hochdruck, damit der Stau so schnell wie möglich aufgelöst wird.

Arbeiten vorerst abgeschlossen, 2. Teil der Reparatur im Frühjahr

Eine provisorische Reparatur konnte innerhalb einer Woche durchgeführt werden, im März wird die Schleuse im Rahmen einer planmäßigen Sperrung erneut trocken gelegt und eine dauerhafte Reparatur durchgeführt.„Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team“, stellt Johannes Engler, Projektleiter für den Stahlwasserbau, fest. „Es ist uns gelungen in kürzester Zeit die gleichen Firmen unter Vertrag zu nehmen wie Anfang Juni und besonders die Kollegen aus den verschiedenen Abteilungen desWSA wissen genau, was zu tun ist, da lief alles in Präzisionsarbeit und Hand in Hand!“

Guido Zander, Leiter des WSA, ist besonders stolz auf seine Mannschaft: „Die kurze Sperrzeit für die Schifffahrt konnten wir dank eines erfahrenen und engagierten Teams aus Beschäftigten des WSA Donau MDK und mehreren Firmen einhalten. Damit kann die wichtige transeuropäische Main-Donau-Wasserstraßenverbindung als umweltfreundlicher und energieeffizienter Verkehrsträger von der Binnenschifffahrt wieder genutzt werden." Der Verursacher ist bisher noch nicht ermittelt worden, Lackspuren ander Schleuse sind durch die Wasserschutzpolizei gesichert worden.

Wartezeit für Schiffsführer genutzt: Blick hinter die Kulissen der Revierzentrale

„Die Revierzentrale verbreitet über Schiffsfunk oft die schlechten Nachrichten über Behinderungen oder Sperrungen auf Donau, Main-Donau-Kanal und Main, da wollten wir mit den Schiffsführern auch mal ins Gespräch kommen und ihnen zeigen, was wir machen, um sie zu unterstützen“, erklärt der Leiter der Revierzentrale, Christian Linz, seine Idee des spontanen Tages der offenen Tür. Auf die Schnelle hat er bereits nach der ersten Schleusenanfahrung einen Shuttleservice organisiert und an den Liegestellen wartende Besatzungen abgeholt. Bei Kaffee und Kuchen fand an insgesamt 5 Tagen ein Erfahrungsaustausch statt und eine Führung durch die Revierzentrale, teilweise auf englisch für die internationalen Schiffsbesatzungen.

 

 

 

 

Pressemitteilung Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes