REWAG ab Januar mit grünem Strom aus der Donau

Ab dem 1. Januar 2017 vermarktet die REWAG die Strommengen aus dem Wasserkraftwerk ‎Pfaffenstein in Regensburg. So erhalten die Ökostrom-Kunden des Regensburger ‎Energieversorgers künftig ihren grünen Strom aus dem Wasserkraftwerk und somit zu 100 Prozent aus der Region.

 Das Wasserkraftwerk auf der Donauinsel gegenüber der Autobahnbrücke der A93 befindet sich im Besitz der Rhein-Main-Donau AG. Die REWAG wird ‎den umweltfreundlich erzeugten Strom für die nächsten fünf Jahre ‎vollständig abnehmen. Dies sind pro Jahr durchschnittlich etwa 40 Millionen Kilowattstunden ‎Ökostrom. Damit können 11.500 Durchschnittshaushalte ein Jahr mit Ökostrom versorgt ‎werden.‎

 Der im Wasserkraftwerk erzeugte Strom bietet neben der CO2-Neutralität einen weiteren Zusatznutzen: Wer als Verbraucher regionale Projekte zur regenerativen Stromerzeugung in ‎Regensburg und der Region gezielt unterstützen möchte, kann dies mit dem Ökostromtarif ‎der REWAG, rewario.strom.natur, tun. Denn 1,19 Cent je Kilowattstunde (brutto) beziehungsweise 1 Cent je ‎Kilowattstunde (netto) fließen hier in die Förderung von REWAG-eigenen oder fremden ‎regenerativen Erzeugungsanlagen oder -Projekten, die ohne die entsprechenden Förderungen ‎nicht realisiert worden wären. Mit der Unterstützung derartiger Projekte bleibt ‎die Wertschöpfung zudem in der Region Regensburg und stärkt den Standort. Für ihre Förderung ‎ führt die REWAG seit dem Jahr 2000 das deutschlandweit anerkannte Ökostromlabel ‎‎„Grüner Strom Label in Gold“, das vom Verbrauchermagazin Öko-Test, dem ‎Einkaufsratgeber „Nachhaltiger Warenkorb“ und der Verbraucherzentrale Niedersachsen als ‎Nachweis für sehr empfehlenswerten Ökostrom anerkannt‎ wurde. Der grüne Strom aus den mittlerweile 39 Elektroladesäulen der REWAG wird ab 1. Januar 2017 auch aus dem Wasserkraftwerk gespeist und erhält dafür ebenfalls das ‎‎„Grüner Strom Label in Gold“.

 Die REWAG hat in den vergangenen Jahren selbst verstärkt in den Ausbau der Energie-‎Eigenerzeugung investiert. „Bis 2020 investieren wir über 100 Millionen Euro ‎und erreichen so ‎einen Anteil von über 60 Prozent von uns erzeugter erneuerbarer Energie in Bezug auf unseren Stromabsatz an ‎Privatkunden“, so der REWAG-Vorstandsvorsitzende Olaf Hermes. „Der hinzugekaufte ‎Ökostrom, den wir aus Projekten wie dem Wasserkraftwerk Pfaffenstein vertreiben, ist hier gar nicht mit ‎eingerechnet.“‎

Die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung ‎mit ‎Blockheizkraftwerken bildet – neben der ‎Windkraft – den Schwerpunkt der REWAG-Erzeugungsstrategie. Das Ziel ist, die einzelnen ‎Kraftwerke zu einer großen Einheit, einem sogenannten virtuellen Kraftwerk, zu vernetzen.‎

Das Kraftwerk Pfaffenstein in Regensburg

 1977 nahm die Rhein-Main-Donau AG das Kraftwerk Pfaffenstein in Regensburg in ‎Betrieb. Die Rhein-Main-Donau AG ist eine Mehrheitsbeteiligung der Uniper Kraftwerke GmbH, die über ihre Wasserkraftsparte auch die Betriebsführung des Kraftwerks innehat. Das Kraftwerk mit seinen drei Wehrfeldern nutzt eine Ausbaufallhöhe von 3,89 ‎Metern zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Es verfügt über zwei Kaplanturbinen mit ‎einem Laufraddurchmesser von 4,7 Metern und einer Ausbauleistung von insgesamt 7,2 ‎Megawatt (2x 3,6). Kaplanturbinen sind für die Stromerzeugung aus relativ wenig ‎Fallhöhe und an Flüssen mit großer Wasserführung ideal. Durch die verstellbaren Leit- ‎und Laufradschaufeln können Kaplanturbinen an die jeweilige Wassermenge, zum Beispiel bei Hoch- oder Niedrigwasser, sehr gut ‎angepasst werden und sind mit einem Wirkungsgrad von fast 90 Prozent bestens ‎geeignet für den Einsatz an der Donau.

PM/LH