Reptilienzoo schließt: Neue Wege gesucht

Am 29. März 2015 öffnet der Reptilienzoo in Burgweinting, Obertraublinger Straße 25, zum letzten Mal seine Türen: Von Donnerstag, 26. März, bis Sonntag, 29. März, besteht nochmals von 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit, den Zoo zu besuchen.

Die Gründe für die Schließung nach 37 Jahren liegen vor allem am maroden Zustand des Gebäudes und an der veralteten Technik. Ein sicherer Betrieb ist nicht mehr zu gewährleisten.

Wie der amtierende Vorsitzende des Vereins für Herpetologie, Markus Schmidbauer, der Stadt mitteilte, ist die Grundversorgung der Tiere, der sichere Umgang mit den Giftschlangen und großen Riesenschlangen und die Aufrechterhaltung des Publikumsverkehrs nur unter großen personellen Schwierigkeiten zu bewerkstelligen. Neben den technischen Herausforderungen sei die Gewinnung fachlich qualifizierter und vertrauenswürdiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine weitere und unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zu bewältigende Aufgabe.

 

Doch was passiert nun mit den derzeit 144 Reptilien?

Die Arten, die relativ leicht wieder zu beschaffen sind, werden an Interessierte, die das nötige Fachwissen mitbringen, abgegeben. Die so genannten Gefahrtiere – z.B. Giftschlangen und große Riesenschlangen – werden vorerst bei geeigneten Institutionen  oder Privatpersonen einquartiert und stehen auf jeden Fall in den nächsten Monaten als Grundstock für einen neuen Zoo zur Verfügung. 

Dass die Suche nach einem geeigneten Standort mit langfristiger Perspektive für einen Reptilienzoo weitergehen soll, darin sind sich die Stadt Regensburg und der Verein für Herpetologie einig. Ein modernes und pädagogisch wertvolles Konzept wurde von Markus Schmidbauer in den vergangenen Wochen dazu entwickelt.

Sponsoren und Räumlichkeiten gesucht

So berichteten wir

Nun beginnt die Suche nach den benötigten Räumlichkeiten und Flächen: Gesucht wird ein Objekt mit bestenfalls bis zu 3 000 Quadratmetern Innenraum und bis zu 1 000 Quadratmetern Freifläche. Der Zoo sollte einigermaßen zentral liegen und verkehrstechnisch gut erreichbar sein. Markus Schmidbauer und Dr. Hermann Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit, hoffen auf großzügige Sponsoren, die ein passendes Objekt anbieten können. „Unter Bildungs- und Freizeitgesichtspunkten hat ein Reptilienzoo für Regensburg hohe Priorität“, betont Dr. Hage.

Appell des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der mit kurzfristigen Finanzhilfen zunächst den Fortbestand sichern konnte, appelliert an alle Freunde des Zoos. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir helfen wollen und werden, wenn dies auch von finanziellen Spenden aus der Bürgerschaft begleitet wird. Der Betrieb eines Reptilienzoos ist keine klassische kommunale Aufgabe, deshalb brauchen wir jetzt die Hilfe vieler. Dabei geht es um Räumlichkeiten und um Geld“, so der OB.