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Regensburger Wöhrdbad: Neubau des Funktionsgebäudes im Zeitplan

Seit 1. September wird das Stadtwerk.Wöhrdbad in Regensburg saniert: die offene Bauweise des Funktionsgebäudes war nicht mehr zeitgemäß. Heute hat sich Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei Manfred Koller, dem Geschäftsführer von das Stadtwerk.Regensburg, über den aktuellen Baufortschritt informiert.

Die Pressemitteilung des Stadtwerks:

„Auch wenn aktuell alle unsere Bäder Corona-bedingt geschlossen bleiben müssen, arbeiten wir mit Hochdruck am Wöhrdbad“, so Geschäftsführer Manfred Koller. „Wir sind gut im Zeitplan. Unser Ziel ist es, in den Sommerferien in die Freibadsaison zu starten.“

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betont: „Unsere Stadt ‎wächst nach wie vor und damit auch der Bedarf an attraktiven ‎Freizeiteinrichtungen und ‎insbesondere sicheren Wasserflächen. Das Wöhrdbad ist für Regensburg ‎enorm wichtig und hat absoluten Kultcharakter. Nach sechsmonatiger Bauphase ist bereits einiges passiert, seit die letzten Badegäste das Freibad auf der Wöhrdinsel verlassen haben.“ In der ersten Septemberwoche nach der Freibad-Schließung im vergangenen Jahr lagerten die Badmitarbeiterinnen und -mitarbeiter alle wiederverwendbaren Teile wie zum Beispiel auch Liegen dezentral ein. Dann rollten die Abrissbagger an. Sie rissen das alte Funktionsgebäude ab, vom Kassenhäuschen im Osten bis hin zum Sanitärtrakt im Westen. Auch der alte Kiosk, die Haus- und Badewassertechnik sowie die befestigten Flächen entlang der Gebäude und des Sportbeckens‎ mussten weichen. Es folgte die Prüfung auf Kampfmittelfreiheit, insbesondere auf Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg, bevor es mit den Erdarbeiten und der Gründung weiter ging. Bereits im Vorfeld durchgeführte Baugrunduntersuchungen hatten schlechte Bodenverhältnisse auf dem Gelände ergeben, weshalb vor dem Neubau der Boden stabilisiert werden musste.

Ende Oktober ‎begannen die Rohbauarbeiten. Ein ‎Bauunternehmen stellte die Bodenplatte und die Grundleitungen her. Im Mittelbereich der Baustelle ‎machte das Unternehmen den Aushub für den Technikkeller und die Wasserbehälter. Das zwischenzeitlich milde Wetter Anfang Februar ließ den Frost im Boden abtauen und so konnte die Erdgeschoß-Bodenplatte betoniert werden. Seit Mitte Februar läuft das ‎Aufstellen der Fertigteilwände, so dass bereits die grobe Form des neuen Funktionsgebäudes zu ‎erkennen ist.

Die nächsten Schritte

Aktuell bringt eine Fachfirma die sechs großen Badewasserfilter in den Rohbau ein. Im Durchmesser kommt ein solcher Filter auf rund drei Meter. Die komplette ‎Badewassertechnik für alle Becken wird erneuert.‎ Bis Anfang April sollen die Rohbauarbeiten mit den Fertigteilwänden und -deckenelementen abgeschlossen sein. Im Anschluss erfolgen Dachdeckerarbeiten, und Zimmerer montieren die Fassadenverkleidung. „Die Fassade des Funktionsgebäudes lassen wir mit Holz in vertikalen Profilen in unterschiedlichen Breiten und Dicken erstellen. Das schafft ein lebhaftes Erscheinungsbild, welches sich sehr gut in die grüne Umgebung mit altem Baumbestand einfügt“, so Alexander Süß, Betriebsleiter von das Stadtwerk.Bäder.‎ Das Funktionsgebäude erhält im Anschluss seine Fenster. Sind alle Rohinstallationen, wie beispielsweise das Verlegen der Wasser- und Lüftungsrohrleitungen erfolgt, geht es an den Innenausbau mit Estrich, Trockenbau-, Malerarbeiten und Fliesenverlegung.

Bei den Außenanlagen werden vorerst nur die angrenzenden und von der ‎Baumaßnahme betroffenen Flächen erneuert.‎ Die Suche nach dem Betreiber für die neue Gastronomie läuft auf Hochtouren und auch an einem Beschilderungskonzept für das Wöhrdbad wird aktuell ‎gearbeitet. ‎„Für die ‎gesamte Baumaßnahme investieren wir rund sechs Millionen Euro“, so Geschäftsführer Manfred Koller.‎

„Die Regensburger erwartet dieses Jahr ein modernisiertes ‎Wöhrdbad mit neuem Funktionsgebäude, welches durch seine ‎Struktur und Architektur diverse Annehmlichkeiten schafft und ‎auch in puncto Hochwasserschutz optimiert sein wird“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Der Eingang zum Wöhrdbad befindet sich künftig in der Mitte, so dass die ‎Freibadgäste das Bad zwischen Sport- und Spaßbecken-Bereich betreten ‎und kürzere Wege zu den Umkleiden und den Liegewiesen haben. Die ‎Gastronomie findet ihren neuen Platz an zentraler Stelle in Richtung westlicher Liegewiese mit ‎einer großzügigen Terrasse. Entlang des Sportbeckens erwarten die Badegäste neue Sitz- und Liegeflächen. In diesem Bereich gibt es dann auch ‎Sammelumkleiden insbesondere für Schulen und Vereine. An der Beckenlandschaft selbst wird es keine Veränderungen geben.‎

Und noch etwas wird neu: Die Beckenwasser-Temperatur kann zusätzlich erwärmt werden, um die Saison etwas zu ‎verlängern oder um das Beckenwasser nach einer Schlechtwetterperiode ‎schnell wieder auf ‎eine angenehme Temperatur zu bringen. ‎“Wir hoffen, auf diese Weise die Freibadsaison bis Ende September für unsere Badegäste verlängern zu können“, erklärt Koller. Betriebsleiter Alexander Süß ergänzt: „Das Schwimmerbecken können wir zukünftig in der Nacht mit einer Beckenabdeckung ‎schließen, die das Auskühlen des Wassers verringert und somit einen Beitrag zur ‎Energieeinsparung und Umweltschutz leistet.‎“

PM