© Stadt Regensburg/Peter Ferstl

Regensburger Schulen unterstützen Flüchtlinge

Immer mehr Flüchtlinge suchen auch in Regensburg Schutz und Hilfe vor den Auswirkungen der blutigen Konflikte in vielen Teilen der Welt. Volkshochschule und Berufsschule II, beide vereint unter dem Dach des neuen Referates für Bildung, Sport und Freizeit, sehen es als ihre originäre Aufgabe an, hier schnell und effektiv zu reagieren. Denn ein Einstieg in Gesellschaft und Arbeit setzt Deutschkenntnisse sowie Wissen über Organisationsabläufe und kulturelle Eigenheiten voraus.

Die Berufsschule II und die Volkshochschule haben deswegen schnell gehandelt und einen kostenlosen Deutschkurs mit Erstorientierung in Deutschland und Regensburg organisiert. Seit Mitte November treffen sich 21 junge Leute, vorwiegend Flüchtlinge aus Syrien, aber auch Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien, viermal pro Woche in der Berufsschule in der Alfons-Auer-Straße, um Deutsch zu lernen. Eine erfahrene Dozentin der Volkshochschule leitet den Kurs und wird, weil Lerntempo und Kenntnisstand doch sehr unterschiedlich sind, bei der Differenzierung unterstützt von einem engagierten pensionierten Lehrer.

Ab Februar ist eine zweite Gruppe geplant. Für die Finanzierung der Dozenten und des Unterrichtsmaterials sorgt dabei der Förderverein „wissen und mehr“ der Volkshochschule.

Alle derzeitigen Kursteilnehmer wollen ab Mitte Februar in eine Klasse wechseln, die sie auf eine Ausbildung vorbereitet, um später einen Beruf zu erlernen. Ein 18-jähriger junger Mann aus Rumänien, der seit einem Jahr in Deutschland ist, plant zum Beispiel den Einstieg in eine Ausbildung als Automechaniker.

Der 21-jährige Ahmad M. ist vor ungefähr acht Wochen als Flüchtling aus Syrien nach Regensburg gekommen. Er hat in Syrien Englische Literatur studiert und bemüht sich jetzt, möglichst schnell Deutsch zu lernen. Ahmad hofft, dass er in Deutschland bleiben und sein Studium weiterführen kann. Er würde beruflich gerne als Übersetzer oder Lehrer arbeiten. Außerdem würde Ahmad gerne wieder mit seiner Familie zusammen sein. Seine Eltern und sein Bruder leben noch in Syrien unter gefährlichen, bedrohlichen Umständen. Das macht ihn traurig, und er wünscht sich, dass seine Familie auch bald nach Deutschland kommen kann.

 

pm