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Regensburg: Wohnanlage in der Benzstraße fast fertig

Die staatliche Wohnanlage für Menschen mit niedrigem Einkommen und für anerkannte Flüchtlinge in der Benzstraße in Regensburg steht kurz vor der Fertigstellung. Die neue Wohnanlage ist das größte Projekt des staatlichen Sofortprogramms, das im Rahmen des Wohnungsbaupaktes in Bayern realisiert wird. Regierungspräsident Axel Bartelt, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeisterin Astrid Freudenstein haben sich ein Bild vor Ort gemacht.

Das Staatliche Bauamt Regensburg baut in der Benzstraße elf dreigeschossige Wohngebäude für rund 27 Millionen Euro. Rund 500 Personen werden in 95 Wohnungen Platz finden. Elf Wohnungen sind barrierefrei, sieben davon sogar rollstuhlgerecht. Die Belegung der Wohnungen soll noch im Sommer beginnen. Die geplante Bauzeit bis September 2020 konnte damit sogar unterschritten werden.

Regierungspräsident Axel Bartelt, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein ließen sich von Anna-Maria Lanzinger, zuständige Abteilungsleiterin für Hochbau beim Staatlichen Bauamt Regensburg, das Bauprojekt vor Ort erläutern. Die elf Gebäude setzen sich aus acht länglichen Wohngebäuden mit Laubengängen im Westen und drei quadratischen Wohngebäuden im Osten zusammen. Dazwischen befinden sich Höfe, die als Spiel- und Grünfläche von den Bewohnern auf vielfältige Weise genutzt werden können. In der Grundstücksmitte befindet sich ein zentraler Quartiersplatz.

„Die Fertigstellung dieses Projekts ist für uns von besonderer Bedeutung, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie. Viele anerkannte Flüchtlinge, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt keine Wohnung gefunden haben, befinden sich immer noch als sogenannte Fehlbeleger in unseren staatlichen Asylunterkünften. Mit der Fertigstellung der staatlichen Wohnanlage in der Benzstraße können rund 300 anerkannte Flüchtlinge in die Wohnungen in der Benzstraße umziehen. Damit können wir die Belegung in Asylunterkünften und damit auch das Ansteckungsrisiko nochmals deutlich senken“, betont Regierungspräsident Axel Bartelt.

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Regierung der Oberpfalz bereits mit einem neuen Verteilungskonzept auf die Pandemie reagiert: die Asylbewerber wurden möglichst so auf die Unterkünfte in der Oberpfalz verteilt, dass Unterkünfte die stärker ausgelastet waren entlastet werden konnten. „Die neue Wohnanlage in der Benzstraße bietet aber nicht nur eine gute Perspektive für anerkannte Asylbewerber, sondern auch für jungen Familien, Alleinerziehende, Geringverdienern und Senioren, denen es leider zunehmend schwerfällt, in Regensburg eine erschwingliche Wohnung zu finden“, erklärt Regierungspräsident Axel Bartelt und betont: „Mein besonderer Dank gilt der Stadt Regensburg und insbesondere der Oberbürgermeisterin, die sich sehr für dieses Vorzeige-Projekt eingesetzt hat. Ohne die Unterstützung der Stadt Regensburg, die das Grundstück vom Bund erworben und dem Freistaat Bayern im Rahmen eines Erbpachtvertrages überlassen hat, wäre dieses Projekt so nicht möglich gewesen.“

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer unterstrich, wie wichtig angemessenes Wohnen für Menschen mit niedrigem Einkommen und Migrationshintergrund gerade in einer Zeit sei, die es den Zielgruppen aufgrund der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt besonders schwermache, bezahlbaren Wohnraum zu finden. „Hinzu kommt, dass wir pandemiebedingt dringenden Handlungsbedarf haben. Die Wohnanlage bringt hier eine spürbare Erleichterung und trägt beiden Aspekten Rechnung“, so die Oberbürgermeisterin.

Die bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer, bekräftigt in diesem Zusammenhang die landesweite Bedeutung des Wohnungsbaus: „Eine angemessene und bezahlbare Wohnung ist ein essentielles Grundbedürfnis jedes Menschen. Denn Wohnung oder Haus sind mehr als nur ein Dach über dem Kopf – sie sind ein Stück Geborgenheit und Heimat und damit wesentlicher Bestandteil von Lebensqualität. Mit dem staatlichen Sofortprogramm, der Säule 1 im Wohnungspakt Bayern, haben wir kurzfristig und bayernweit Wohnraum für benachteiligte Gruppen, nämlich anerkannte Flüchtlinge und bedürftige Einheimische, geschaffen. Insgesamt werden wir am Ende im kommenden Jahr 39 Wohnanlagen mit rund 600 Wohnungen für über 2.800 Menschen errichtet haben. Dieses gelungene Projekt in Regensburg ist ein weiterer bedeutender Baustein hierfür.“

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Hintergrund: Sofortprogramm im Wohnungspakt Bayern

 Mit dem staatlichen Sofortprogramm – der ersten Säule des Wohnungspakts Bayern – plant und baut der Staat mit seiner Bauverwaltung kurzfristig Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und Einheimische mit niedrigem Einkommen. Im Rahmen dieses Sofortprogramms entstehen in allen Regierungsbezirken mehr als 600 Wohnungen mit reduziertem Bau- und Wohnstandard. Bisher konnten damit rund 1.900 Personen kurzfristig mit Wohnraum versorgt werden.

 

Pressemitteilung Regierung der Oberpfalz