Regensburg: Wie sieht es eigentlich im Goldenen Turm aus?

Der goldene Turm in Regensburg gehört zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Gleichzeitig ist es auch der höchste Turm der Stadt. Was den wenigsten bekannt ist: das denkmalgeschützte Bauwerk enthält eine Wohnanlage des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz mit 43 Wohnplätzen. Wir haben den Turm besichtigt. 

Der goldene Turm ist um 1250 erbaut worden und wurde zum Anfang es 14. Jahrhunderts aufgestockt. Im Innneren des Turmzimmers im 9. Obergeschoss lassen sich noch heute Holztafeln und Wandmalereien bestaunen. Um diese zu erhalten, hat das Studentenwerk das Turmzimmer restaurieren lassen.

Die Malereien enstanden um das Jahr 1600 und zeigen meist unbekleidete weiliche und männliche Skulpturen. Welche Bedeutung diese Malereien haben, lässt sich nur schwierig deuten. „Man könnte möglicherweise denken an die Darstellung von Tugenden und Lastern“, so Dr. Eugen Trapp vom Amt für Archiv und Denkmalpflege.

Diese Malereien sind vermutlich im 19. Jahrhundert mit neuen Malereien  auf Leinwänden „überspannt“ worden. Vermutlich noch vor 1900 wurden die Kaschierung der älteren Malerei wieder entfernt worden. Seitdem sind nur „Malereien“ hinzugekommen wie z.B.: „Zivi 2003″….

Das Turmzimmer ist April und Mai 2019 saniert worden. Die Malschicht hat wegen klimatischer Einflüsse und der Alterung zu bröckeln angefangen.

Wie es tatsächlich in dem Turmzimmer aussieht, sehen Sie am Sonntag um 18 Uhr im Journal am Sonntag, danach stündlich in der Wiederholung.