© Tino Lex für das Stadtwerk.Mobilität.

Regensburg: Weiteres Elektrofahrzeug für Stadtamhof

Im November 2016 ging das Stadtwerk.Mobilität mit dem ersten E-Carsharing-Fahrzeug in Regensburg an den Start. Seither wurde die Fahrzeugflotte aufgrund der Vielzahl an Buchungen an weiteren Standorten laufend erweitert. Am Donnerstag, 18. Oktober, kam das fünfte Fahrzeug hinzu, welches ab sofort in Stadtamhof stationiert ist.

„Ziel der Erweiterung von das Stadtwerk.Earl ist es, langfristig das Verkehrsaufkommen in Regensburg zu reduzieren“, betont Bürgermeister Jürgen Huber. „So haben wir es im Energienutzungsplan der Stadt Regensburg vorgesehen. Denn weniger Verkehr bedeutet ein Stück mehr Lebensqualität in unserer Welterbestadt.“ Das Carsharing-Prinzip ist einfach: Nutzer, die nur selten ein Auto benötigen, teilen sich ein Fahrzeug. „Das kommt für alle günstiger und entlastet zusätzlich die Umwelt“, so Jürgen Huber. „Vor allem, da das Stadtwerk.Earl mit 100 Prozent Ökostrom der REWAG aus dem Wasserkraftwerk Regensburg betrieben wird.“ Das E-Carsharing ist eine Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, der sich ohnehin durch hohe Umweltverträglichkeit auszeichnet. „Wer meist mit dem Bus unterwegs ist, braucht das Auto nur zum Einkaufen oder vielleicht für einen kleinen Ausflug in die Umgebung“, erklärt der Geschäftsführer von das Stadtwerk.Mobilität Manfred Koller. „Einige unserer Kundinnen und Kunden nutzen das Fahrzeug auch flexibel für Geschäftstermine.“

Weitere Erschließung der Innenstadt 
An der TechBase, dem ersten Standort von das Stadtwerk.Earl, sind viele Start-up-Unternehmen mit jungen Mitarbeitern und Studenten angesiedelt, die ein solches Angebot zu schätzen wissen. Im Candis-Viertel setzt das Stadtwerk.Mobilität auf ein quartiersbezogenes E-Carsharing-Konzept und vor allem den Bedarf junger Familien, die stadtnah wohnen und nur selten ein Auto benötigen. Vor allem in der Innenstadt jedoch haben die Bewohner mit Parkplatzproblemen zu kämpfen und besonders in diesem Raum ist es ein Anliegen, das Verkehrsaufkommen mit der derzeitigen Fülle an Fahrzeugen zu reduzieren. „Wenn wir es künftig schaffen, dass das E-Carsharing für ein paar Nutzer eine Alternative zum eigenen Pkw darstellt, dann haben wir viel gewonnen“, resümiert Olaf Hermes, Geschäftsführer von das Stadtwerk.Mobilität. Er ist überzeugt vom Ausbau des Konzepts in der Innenstadt: „Unsere beiden Fahrzeuge, die seit Juli in den Parkhäusern stehen sind seither beinahe rund um die Uhr gebucht, da mussten wir schnell reagieren.“ Am Donnerstag, 18. Oktober, ging das Stadtwerk.Mobilität mit einem BMW i3 in Stadtamhof an den Start. Es handelt sich hier um das Fahrzeug, welches vorher im Parkhaus am Dachauplatz stationiert war. Für den Dachauplatz wurde mit dem Nissan Leaf ein neues Fahrzeug angeschafft. „Sollte auch das fünfte Fahrzeug unserer Flotte gut gebucht sein, möchten wir im kommenden Jahr weiter ausbauen“, prophezeit Olaf Hermes.

© Tino Lex für das Stadtwerk.Mobilität.

Erfolgsprojekt das Stadtwerk.Earl 
Die positiven Buchungszahlen der bisherigen vier E-Autos sprechen für sich. Mathis Broelmann, Marketingleiter von das Stadtwerk.Mobilität, fügt hinzu: „Inzwischen haben wir insgesamt mehr als 800 registrierte Nutzer, rund 3.600 Mal wurden die Fahrzeuge ausgeliehen. Das entspricht einer Nutzungsdauer von über 16.400 Stunden. Da das Stadtwerk.Earl mit 100 Prozent Ökostrom der REWAG fährt, bleiben der Umwelt bei rund 160.000 gefahrenen Kilometern mehr als 24 Tonnen Kohlendioxid erspart.“ „Unsere Fahrzeuge sind beinahe rund um die Uhr im Einsatz. Dies gilt auch für die jüngsten Fahrzeuge, die erst seit Mitte Juli in den Parkhäusern am Petersweg und am Dachauplatz stehen“, ergänzt Manfred Koller. „Auch der Landkreis hat den Bedarf für Carsharing erkannt. Die Kommunale Energie Regensburger Land eG (KERL eG) hat inzwischen zwei Elektroautos am Landratsamt in Regensburg und in Wiesent stationiert, fünf weitere KERLs sollen folgen. Die Fahrzeuge werden über das Buchungssystem von das Stadtwerk.Earl verwaltet. Stadt und Landkreis kooperieren hier, um gemeinsam innovative Mobilitätsangebote voranzutreiben.“

Einfache Handhabung 
Die Abwicklung bei das Stadtwerk.Earl ist einfach: Nutzer melden sich zunächst im Internet unter heyearl.de mit den persönlichen Daten an. Im zweiten Schritt erfolgt die Sichtprüfung von Ausweis und Führerschein im Kunden-Center von das Stadtwerk.Regensburg und REWAG oder am Landratsamt. Dort wird ein Account eingerichtet und die RFID-Karte ausgestellt. Mit der Karte kann das Fahrzeug geöffnet und gestartet werden. Dies ist auch über die kostenlose App möglich, mit der sich der Nutzer zudem zur Fahrt anmeldet. Über die App erhält er die Daten zur Identifizierung am Fahrzeug. Vor Ort muss nur noch das Ladekabel abgezogen und das E-Carsharing-Fahrzeug gestartet werden. Da es sich um ein stationäres Carsharing-Angebot handelt, wird das Fahrzeug nach der Fahrt wieder am Ausgangspunkt abgestellt und an die Ladesäule angeschlossen.

Autofahren mit kleinem Geldbeutel 
„Die Preise sind so kalkuliert, dass das Angebot sehr interessant für die Nutzer ist“, informiert Olaf Hermes. Regulär kostet die Stunde 2,99 Euro. Um 1,50 Euro günstiger wird es für Besitzer eines RVV-Abos. Wer REWAG-Kunde ist, erhält einen Nachlass von 50 Cent auf den Stundenpreis. Mit RVV-Abo und REWAG-Vertrag schlägt die Stunde mit sehr günstigen 99 Cent zu Buche. Abgerechnet wird vierteljährlich per SEPA-Lastschriftverfahren.

Weitere Informationen zum E-Carsharing mit Erklär-Videos und Bedienungsanleitung gibt es unter heyearl.de oder unter der App im App-Store (Stichwort: „Earl Carsharing“).

 

Pressemitteilung das Stadtwerk