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Regensburg: Volkshochschule macht „Sommerschule für Flüchtlinge“

Sehr viele Flüchtlinge sind motiviert und möchten auch in der bayerischen Ferienzeit lernen. Darum hat die Volkshochschule der Stadt Regensburg spontan Kurse eingerichtet, an denen aktuell über 90 Zuwanderer teilnehmen. Start dieser Alphabetisierungs- und Deutschkurse war am 10. August. Ende der drei jeweils 100 Unterrichtstunden umfassenden Einheiten ist am 11. September. Einige Tage später beginnt der Unterricht an den beruflichen Schulen und an der Volkshochschule. Die Teilnehmer sind zum Großteil männlich, kommen hauptsächlich aus Syrien, Afghanistan, Äthiopien und Eritrea, sind zu drei Vierteln unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und berufsschulpflichtige Asylbewerber bis 21 Jahre und zu einem Viertel zwischen 22 und 45 Jahre (zum Beispiel Eltern der begleiteten minderjährigen Flüchtlinge).

Einer der drei Kurse hat den Schwerpunkt Alphabetisierung: Dort lernen aktuell etwa 30 Zuwanderer die Grundkenntnisse in Lesen und Schreiben. In den beiden weiteren Kursen wird für etwas fortgeschrittene Lerner Deutsch als Zweitsprache unterrichtet. „Lernthemen“ sind vor allem alltagsrelevante Inhalte wie zum Beispiel Einkaufen, Arztbesuche, Begrüßung, Vorstellung etc.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen höchstmotiviert täglich den Kurs und nehmen diesen sehr ernst, was sich unter anderem in der intensiven Mitarbeit und dem Lernfortschritt ausdrückt. Sie  möchten aus eigenem Antrieb heraus die deutsche Sprache lernen, um sich auf den zukünftigen Schulbesuch und eine Berufstätigkeit gut vorzubereiten.

Die Stadt Regensburg unterstützt gezielt den Weg zur schnellen schulischen und beruflichen Integration ihrer neuen Mitbürger. Dazu hat Alexander Piendl als Koordinator für die Beschulung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, der berufsschulpflichtigen Asylbewerber und Flüchtlinge sowie der EU-Zuwanderer von Stadt und Landkreis Regensburg am 13. Juli beim Amt für Weiterbildung der Stadt Regensburg seine Tätigkeit aufgenommen .

Konkret kümmert er sich um die:

  • Erfassung der schulpflichtigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Testung der Vorkenntnisse und Kompetenzfeststellung (Alphabetisierung, Deutsch-/Mathematikkenntnisse)
  • Bildungsberatung und Zuweisung an die entsprechenden Bildungseinrichtungen
  • Einrichtung von Orientierungskursen/Vorkursen in Deutsch für Neuankömmlinge, die nicht Berufsschulklassen vermittelt werden können
  • Beratung der städtischen Bildungseinrichtungen im Bereich Didaktik/ Methodik (Lehrerfortbildungen)
  • Netzwerkarbeit mit allen im Bildungsbereich tätigen Organisationen, Einrichtungen und Ämtern in Stadt und Landkreis

Pressemitteilung/MF