Regensburg: Verhaftung nach Belästigungen in Bussen

Ein Mann, der für viele Belästigungen von Frauen verantwortlich sein soll, ist in Regensburg festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilt, hat die Festnahme bereits am 22. Januar stattgefunden. Besonders in Linienbussen soll der 26-Jährige immer wieder Freuen belästigt haben. Heute gelang es der Polizeiinspektion Regensburg Süd, den tatverdächtigen Mann im Bereich einer Bushaltestelle an der Uni Regensburg vorläufig festzunehmen. Ein aufmerksamer Zeuge hatte die Beamten informiert.

Dieser Ermittlungserfolg ist laut Polizei ein besonderes Beispiel für die wichtige Zusammenarbeit der Bevölkerung mit ihrer Regensburger Polizei.

Die Polizei berichtet:

Bereits am Sonntagmorgen, 22.01.2017 meldete sich ein aufmerksamer Zeuge bei der Polizei und teilte mit, dass sich im Bereich der Bushaltestelle an der Universität ein Mann aufhält, den er für den gesuchten „Belästiger“ von Frauen in Bussen hält.

Umgehend beorderte die Einsatzzentrale eine Streife der Polizeiinspektion Regensburg Süd zur genannten Örtlichkeit, wo es den Beamten gegen 07:45 Uhr gelang, einen 26jährigen Mann festzunehmen.

Insbesondere mit Blick auf den gravierendsten Vorfall am Dienstagabend, 10.01.2017 mit einer sexuellen Annäherung an eine junge Frau in einem Bus und im Bereich Lessingstraße, übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die weiteren Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Festgenommenen.

Der polizeibekannte Tatverdächtige wurde zur Durchführung verschiedener Ermittlungsschritte zur Dienststelle gebracht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg noch am Festnahmetag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Durch verschiedene Überprüfungen im Zusammenwirken von Schutz- und Kriminalpolizei gelang es zwischenzeitlich den Tatverdächtigen, mit 15 Strafanzeigen von bedrängten Frauen in Verbindung zu bringen. Etwa die Hälfte dieser Mitteilungen ging nach dem polizeilichen Zeugenaufruf vom 11.01.2017 ein. Insbesondere junge Frauen schilderten jeweils von unerwünschte Berührungen oder Annäherungen eines unbekannten Mannes während Fahrten mit Linienbussen, die sie der Polizei bislang nicht mitgeteilt hatten.

Die Ermittler sehen den Regensburger mit osteuropäischen Wurzeln für den Großteil dieser Vorfälle verantwortlich. Entsprechende Strafanzeigen wegen Beleidigungen auf sexueller Grundlage oder sexueller Belästigung werden nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Die Überprüfungen für den gravierendsten Vorfall am 10.01.2017 sind noch nicht abgeschlossen.

Der Dank der Polizei richtet sich insbesondere an den aufmerksamen Zeugen, der mit seinem vorbildlichen Verhalten und der umgehenden Mitteilung an die Polizei den Grundstein für diesen wichtigen Ermittlungserfolg gelegt hat. Seit der Festnahme am 22.01.2017 gingen keine weiteren Mitteilungen über Belästigungen in Bussen bei der Polizei ein.

PM/MF