Regensburg: Verdachtsfälle auf Geflügelpest

In einem kleinen Hobbygeflügelbestand mit 34 Tieren im Markt Lappersdorf besteht der Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hat bei einer verendeten Gans Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen. Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich um die hochpathogene Form (Geflügelpest) handelt, laufen derzeit am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald. Das Veterinäramt hat umgehend die erforderlichen Maßnahmen laut Geflügelpestverordnung ergriffen. Der Bestand wurde gesperrt, die Tiere bereits am Freitagabend gekeult. Das Landratsamt ermittelt nun, auf welchem Weg der Erreger in den Geflügelbestand gelangt ist und welche Kontaktbetriebe es gibt. Bei Bestätigung des Verdachts durch das FLI wird das Landratsamt Regensburg umgehend im Umkreis von mindestens drei Kilometern um das Anwesen des betroffenen Geflügelhalters einen sogenannten „Sperrbezirk“ einrichten. Um das Gehöft würde zusätzlich im Radius von zehn Kilometern ein sogenanntes „Beobachtungsgebiet“ eingerichtet werden. Die betroffenen Ortsteile wird das Landratsamt dann in einer Allgemeinverfügung veröffentlichen. Die im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet liegenden Geflügelhaltungen werden bei Bestätigung des Verdachts auf Geflügelpest vom Veterinäramt untersucht. Derzeit werden vom Friedrich-Loeffler-Institut auch zwei Verdachtsfälle von Aviären Influenzaviren des Subtyps H5 bei einer in der Gemeinde Pettendorf aufgefundenen Wildgans und bei einem in der Gemeinde Pentling verendeten Schwan abgeklärt.

UPDATE: Auch in Regensburg Stadt gibt es einen Verdachtsfall

Veterinäramt der Stadt Regensburg meldet Verdachtsfall  auf Geflügelpest

Am Montag, 23. Januar 2017, wurde eine tote Graugans am Pfaffensteiner Wehr (Winzerweg 6) in Regensburg gefunden. Im Rahmen des Wildvogelmonitorings wurde das tote Tier an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen geschickt. Dort wurde bei der verendete Graugans Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen. Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich um die hochpathogene Form (Geflügelpest) handelt, laufen derzeit am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald.

Das Veterinäramt der Stadt Regensburg prüft derzeit im Rahmen einer Risikoanalyse unter Beachtung des aktuellen Tierseuchengeschehens die Einleitung weiterer Maßnahmen nach der Geflügelpestverordnung, wie die Einrichtung eines Sperrbezirkes und eines Beobachtungsgebietes.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) sowie größere Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) dem Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall ohne Schutzhandschuhe berührt werden. Des Weiteren wird empfohlen, Hunde und Katzen nicht frei laufen zu lassen.

UPDATE: Verdachtsfälle im Landkreis bestätigt.

GW/PM