Regensburg: Synagogen-Neubau verzögert sich

Für die stetig wachsende jüdische Gemeinde werden neue Räumlichkeiten mitten in der Altstadt gebaut. 2019 soll das neue Gebäude eröffnet werden, doch der Neubau verzögert sich.

Die jüdische Gemeinde in Regensburg ist eine der ältesten in ganz Bayern - sie existiert seit dem 10. Jahrhundert. Mehrmals wurde die Synagoge zerstört, zuletzt von den Nazis in der Reichskristallnacht. Seitdem gibt es in der Domstadt keine echte Synagoge mehr. Das soll sich bald ändern, denn das jüdische Zentrum am Brixener Hof reicht längst nicht mehr aus. In den letzten 20 Jahren ist die Mitgliederzahl der Gemeinde wieder auf über 1.000 Menschen gestiegen. Am 4. August soll der Abriss starten, doch der Neubau kann wohl erst später beginnen.

 

 

Der denkmalgeschützte Altbau des Gebäudes bleibt bestehen. Der in den 1960er Jahren gebaute Versammlungsraum soll abgerissen werden, dieser verzögert aber jetzt den Neubau.  Am 4. August soll der Abriss starten jedoch macht das Flachdach seine Probleme. Es wurde festgestellt, dass in diesem Schadstoffe verbaut wurden, dessen ordnungsgemäße Entsorgung mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. 

Innenraumperspektive der neuen Regensburger Synagoge
Modell des jüdischen Zentrums am Brixener Hof

Bis 31. August kann man sich das Modell des neuen jüdischen Gemeindezentrums im Bürgerzentrum der Stadt Regensburg in der Doktor-Martin-Luther Str. 3 ansehen.
Insgesamt wird das Projekt 7,5 Millionen Euro kosten, der Neubaus wurde durch die Städtebauförderung bereits finanziert. 1,7 Millionen Euro werden von der Die Stadt Regensburg bezuschusst den Baum mit 1,7 Millionen Euro.

 

Jede Spende ist Willkommen!

Es bleiben somit noch 2,5 Millionen Euro für die Sanierung - die Hälfte davon muss aus Spenden aufgebracht werden. Deshalb hat sich ein Förderverein nicht-jüdischer Regensburger gegründet und sammelt Spenden.

Jeder Betrag ist willkommen, ab 500 Euro hat man die Möglichkeit, einen "symbolischen Stein" für die Synagoge zu erwerben. Auf der Webseite des Fördervereins werden Bausteine mit den Namen ihrer Spender versehen - auch Vereine, Freundeskreise, Schulen oder Firmen können sich beteiligen. Einige Spenden sind bereits eingegangen, darunter auch größere Summen. Eine knappe Million fehlt jedoch noch zur Fertigstellung des Projekts.

So können Sie spenden:

Bitte überweisen Sie den Betrag Ihrer Wahl mit dem Verwendungszweck "Neues Jüdisches Zentrum" auf folgendes Konto:

Förderverein Neue Regensburger Synagoge e.V.

IBAN: DE12 7505 0000 0026 5954 39; BIC: BYLADEM1RBG (Sparkasse Regensburg)

 

Damit Ihnen der Verein eine Spendenquittung ausstellen oder den Baustein kennzeichnen kann, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrem Namen und der Anschrift an info@synagoge-regensburg.de, dann wird Ihnen eine steuerlich absetzbare Spendenquittung zugesendet. Auf diesem Wege können Sie dem Verein auch mitteilen, falls Sie anonym bleiben möchten oder die Höhe der Spende nicht genannt werden soll.

 

Städtebauförderung unterstützt Neubau

Wegen seiner besonderen überregionalen Bedeutung und Qualität hat Bundesbauministerin Barbara Hendricks Anfang 2016 den geplanten Neubau der jüdischen Synagoge in Regensburg als nationales Projekt des Städtebaus ausgezeichnet. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer nahm in Berlin eine Urkunde entgegen, die die Einstufung als architektonisches „Premium-Projekt“ belegt. 3,3 Millionen Euro wird der Bund im Rahmen der laufenden Förderrunde für nationale Projekte des Städtebaus an Fördermitteln für dieses Bauvorhaben zur Verfügung stellen.

Erstes Modell vorgestellt

 

Den Architektenwettbewerb zum Bau einer Synagoge hat im Mai 2015 ein Architekturbüro in Berlin gewonnen. Entscheidend hierbei war die Betrachtung der historischen Umsetung um das Gebäude und die effiziente Räumlichkeitenverteilung auf engstem Raum.

 

 

CB/MB