Regensburg: Stadt informiert zu Evakuierung

Am Sonntag, 1. November 2015, wird die in der Dornierstraße aufgefundene Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft.

Um 8 Uhr müssen alle Wohnungen und Häuser im Evakuierungsbereich verlassen sein. Die Polizei wird vor Beginn der Entschärfung kontrollieren, ob der Aufforderung auch Folge geleistet wurde. Nach Ende der Evakuierungsmaßnahmen beginnt die Entschärfung der Bombe. Bei einem guten Verlauf der Arbeiten rechnet die Stadt Regensburg mit einer Rückkehrmöglichkeit ab dem späten Nachmittag.

Informationen über den Fortgang der Entschärfung und das Ende der Evakuierung aktuell auf den örtlichen Radiosendern bzw. im Internet unter www.regensburg.de oder auf der facebook-Seite der Stadt Regensburg. Darauf hat sich der Krisenstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs in seiner heutigen Sitzung verständigt.

 

Notquartiere in Sporthallen

Wer die Möglichkeit hat, der sollte den Tag bei Freunden oder Verwandten verbringen. Für all diejenigen, die für diese Zeit keine Unterkunft gefunden haben, stellt die Stadt Regensburg Notquartiere zur Verfügung und zwar in den Sporthallen der Grundschule Königswiesen, des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, des Von-Müller-Gymnasiums und der städtischen Berufsschule II in der Alfons-Auer-Straße. Busse der Regensburger Verkehrsbetriebe werden ab 7.30 Uhr an vier Sammelpunkten warten und die betroffenen Anwohner zu den Notunterkünften bringen. Dort sorgen die Rettungsdienste für das leibliche Wohl. Nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahme ist selbstverständlich auch der Rücktransport gewährleistet. Details hierzu werden voraussichtlich morgen bekannt gegeben.

 

Die betroffenen Anwohner werden in den nächsten Tagen mittels Einwurfschreiben in die Briefkästen noch genauer informiert. Die Stadt Regensburg bittet darum, Personen, die der deutschen Sprache nicht oder nur eingeschränkt mächtig sind, im Rahmen der Nachbarschaftshilfe über die geplanten Maßnahmen zu informieren.

 

Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf

Pflegebedürftige Personen oder Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf werden gebeten, sich möglichst umgehend beim Bürgertelefon der Stadt Regensburg unter der Rufnummer 507-2326  (täglich von 8 bis 18 Uhr) zu melden, um eine Abholung und fachgerechte Betreuung durch die Rettungsdienste zu gewährleisten.

 

Sperrungen

Die Zufahrtsstraßen zu dem Evakuierungsgebiet werden ebenfalls bereits ab 8 Uhr gesperrt. Die Zufahrt für Rettungsdienste und das für die Evakuierung der Klinik der Barmherzigen Brüder benötigte Krankenhauspersonal bleibt aber bis zur Entschärfung der Bombe gewährleistet. Nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen wird auch die Autobahn A 93 für den gesamten Verkehr gesperrt. Freie Fahrt herrscht hier noch ausschließlich für die Rettungskräfte ebenfalls bis zur Entschärfung der Bombe. Genauere Informationen zu den Sperrungen im Stadtgebiet und die Umleitungen in Bezug auf die Autobahn-Sperrung werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben.


Patientenversorgung

Auch wenn das Umspannwerk, das sich im Evakuierungsbereich befindet, aus Sicherheitsgründen abgeschaltet wird, ist die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas im gesamten Zeitraum gewährleistet. Rettungsdienste und Polizei haben ihre Kapazitäten aufgestockt und werden nach Bedarf von auswärtigen Kräften unterstützt. Ebenfalls gesichert ist die Versorgung der Patienten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, die sich am Sonntag noch in der Klinik befinden. Sie werden im Evakuierungszeitraum in anderen Kliniken betreut. Die Notfallversorgung von Patienten ist im Uniklinikum und im Caritas-Krankenhaus St. Josef sichergestellt.

 

OB Wolbergs appelliert an die betroffenen Anwohner: „Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger hat für uns erste Priorität. Deshalb hoffe ich auf das Verständnis all derer, die von diesen Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind. Alle Beteiligten werden das in ihrer Macht stehende tun, um die gesamte Aktion so sicher wie möglich ablaufen zu lassen. Wer sein Haus oder seine Wohnung verlassen muss, wird von uns noch genau informiert. Eines steht aber bereits jetzt fest: Niemand muss besondere Vorsorgemaßnahmen treffen. Es reicht, die Haustür abzusperren. Verhalten Sie sich so, als würden Sie zu einem Tagesausflug aufbrechen.“

Pressemitteilung/MF