Regensburg: Protestcamp abgebaut

Das auf dem Regensburger Uni-Campus unter dem Motto „Lernfabriken #meutern“ errichtete Protestcamp wird abgebaut. In einer Pressemitteilung berichten die Organisatoren über ihre Aktion:

Am Mittwoch, den 17. Juni, haben fast 100 Menschen in Regensburg gegen soziale Ausschlüsse, undemokratische Verhältnisse und prekäre Arbeitsbedingungen unter dem Motto LERNFABRIKEN #meutern demonstriert. Im Anschluss an die Demonstration haben die Aktiven im Konsens beschlossen, ein seit Montag auf dem Campus stehendes Protestcamp abzubauen. Für die Aktiven ist klar: Diese Woche war erst der Anfang.

Die Demonstration zog begleitet von lauten Sprechchören vorbei an verschiedenen Schulen in der Innenstadt. Während sich einige Schüler*innen von Anfang an an der Demonstration beteiligten, haben sich andere spontan nach der Kundgebung vor ihrer Schule angeschlossen. Sogar aus Passau waren Menschen angereist, um sich an der Demonstration zu beteiligen. Aus der Stadtgesellschaft gab es durchweg positive Reaktionen. Am gleichen Tag haben auch in Hamburg, Lüneburg, Marburg und Koblenz Menschen unter dem Motto LERNFABRIKEN #meutern demonstriert. Weitere Aktionen haben unter anderem in Wien und Berlin stattgefunden. Nächsten Woche finden außerdem Aktionen in Bamberg statt.

Nach der Demonstration fand im Protestcamp, das seit Montag auf der Wiese zwischen Universität und Hochschule steht, ein Plenum statt. Dort haben die Aktiven im Konsens beschlossen, das Protestcamp abzubauen und gestärkt durch den erfolgreichen Auftakt weitere Aktionen vorzubereiten. Für die Aktiven war das Protestcamp ein selbst organisierter Raum, um Reflexion und Diskussion über die Lehr- und Lernbedingungen zu ermöglichen. Am Dienstag wurden im Protestcamp verschiedene Diskussionsrunden veranstaltet, an denen sich auch Lehrende von Universität und Hochschule sowie interessierte Studierende beteiligten. Der Erfolg des Protestcamps besteht aber auch in den vielen kleinen Diskussionen und Gesprächen, die am Rande des Protestcamps geführt werden konnten.

Weder Hochschule noch Universität haben sich bisher offiziell zu dem antiautoritären Protest positioniert.

Pressemeldung/MF