Regensburg: Maskenpflicht in der Altstadt wird gelockert

Seit mehreren Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz in Regensburg konstant niedrig. Heute (04.02.2021) liegt diese bei 24,2. Das ist erneut die niedrigste Inzidenz in ganz Bayern! Die Stadt Regensburg hat Änderungen in Bezug auf die Corona-Vorschriften angekündigt.

Die Maskenpflicht in der Regensburger Innenstadt wird gelockert. In der Altstadt dürften die Menschen demnach wieder etwas essen, trinken oder auch rauchen. Dazu müsse man aber stehen bleiben und genügend Abstand zu anderen einhalten. Das hat eine Pressesprecherin der Stadt Regensburg bestätigt.

Weitere Lockerungen werde es aber nicht geben - zu groß sei die Angst, dass der bekannte Jojo-Effekt eintreten könne, so die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Sie habe Angst, dass bei einer Öffnung der Geschäfte alle Leute aus der Region in die Stadt zum Einkaufen fahren würden. Die Folge könne sein, dass dann die Zahlen wieder hochgehen und die Geschäfte wieder schließen müssen.

Die Stadt könne aber ohne Rücksprache mit dem Gesundheitsministerium keine umfassenden Lockerungen beschließen. Eine Öffnung der Geschäfte sei zum Beispiel von der Stadt aus gar nicht umsetzbar, so die Pressesprecherin. Lediglich beim Thema der Maskenpflicht-Zonen hätte die Stadt Regensburg eigene Handhabe, weil diese von der jeweiligen Kommune selbst festgelegt werden.

Vor der Verschärfung der Maskenpflicht wurde das Essen und Trinken im Stehen in der Stadt geduldet - dann nicht mehr. In der Altstadt wird damit das sogenannte "Duldungsmodell" wieder eingeführt. 

 

Unser Bericht dazu

Regensburg: Maskenpflicht in der Altstadt wird gelockert

 

Die Pressemitteilung der Stadt Regensburg zum niedrigen Inzidenz-Wert:

 

In Regensburg wird es trotz niedriger Inzidenzwerte vorerst keine Lockerungen der Maßnahmen der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geben.

Städte, die den Inzidenzwert von 50 konstant unterschreiten, können mit Zustimmung der Regierung und des Gesundheitsministeriums Ausnahmen von der Verordnung erlassen. In Regensburg liegt der Wert derzeit unter 30. Die Stadt hat in den vergangenen Tagen im engen Austausch mit der Regierung der Oberpfalz sowie den zuständigen Ministerien des Freistaates Bayern die Frage möglicher Lockerungen geprüft. „Dabei haben wir vom Freistaat das deutliche Signal erhalten, dass wir die erforderliche Zustimmung derzeit nicht bekommen würden“, erklärt Rechts- und Regionalreferent Dr. Walter Boeckh.

In der Oberpfalz gibt es noch Regionen mit hohen Inzidenzwerten. Auch im unmittelbar an das Stadtgebiet angrenzenden Landkreis Regensburg weist der Wert wieder eine leicht steigende Tendenz auf und liegt aktuell über dem Schwellenwert von 50. „Wenn wir in dieser Situation einzelne Maßnahmen zurückfahren und beispielsweise Geschäfte oder Friseure öffnen, könnte das leicht zu Besucherströmen aus Landkreisen mit hoher Inzidenz nach Regensburg führen“, so Dr. Boeckh. Auch bestehe die Gefahr, mutierte und noch ansteckendere Viren auf diesem Wege einzuschleppen. Diese Einschätzung decke sich mit der des Freistaats.

Eine kleine Erleichterung wird es jedoch geben: Solange der Inzidenzwert unter 50 bleibt, wird bei der Kontrolle der Maskenpflicht in der Regensburger Altstadt das sogenannte „Duldungsmodell“ wieder eingeführt. Das heißt, man darf vorerst wieder alleine an der frischen Luft mit Abstand zu anderen Personen stehenbleiben und essen, trinken oder rauchen. Die vom Freistaat angeordnete FFP-2-Maskenpflicht, zum Beispiel in Geschäften im Rahmen von Click-and-Collect, auf Supermarkt-Parkplätzen oder in Bussen ist davon nicht betroffen.

Nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am kommenden Mittwoch wird die Stadt die Lage gegebenenfalls neu bewerten und sich erneut mit den Landesbehörden abstimmen.

„Der niedrige Inzidenzwert ist natürlich sehr erfreulich und ein toller Erfolg, auf den die Regensburgerinnen und Regensburger zurecht stolz sein können, und für den ich allen Bürgerinnen und Bürgern herzlich danke“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Nun sei es wichtig, weiterhin durchzuhalten, um das Erreichte nicht zu gefährden. „Dazu gehört auch, dass wir in der Frage möglicher Lockerungen nicht nur auf das Stadtgebiet schauen, sondern den gesamten Einzugsbereich der Stadt im Blick behalten.“

 
 

Auch im Presseclub äußert sich die Oberbürgermeisterin zu den Lockerungen

Regensburg: Lockerungen, Finanzen und Koalition - Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer im Presseclub zu Gast

 

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