Regensburg: Kurzfristige Lösung für Tafel gefunden

Die Regensburger Tafel ist gerettet: Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein hat gemeinsam mit Stadträtin Bernadette Dechant und dem Erbpachtgeber eine Lösung für den Verein Regensburger Tafel e.V. gefunden: Die „Tafel“ darf ein Jahr länger in der Liebigstraße bleiben und bekommt vom Erbpachtgeber einen neuen Mietvertrag bis Ende 2021.

Kurzfristige Lösung für Regensburger Tafel gefunden

Der Auszug aus dem Gebäude im Stadtosten zum 31. August 2020 ist erst einmal vom Tisch. Die „Tafel“ darf ein Jahr länger in der Liebigstraße bleiben und bekommt vom Erbpachtgeber einen neuen Mietvertrag bis Ende 2021. Damit hat die „Tafel“ jetzt wieder genug Zeit, um in Ruhe eine neue, dauerhafte Unterkunft zu finden. Astrid Freudenstein, die im Bundestag Mitglied im Sozialausschuss ist, dankte besonders dem Erbpachtgeber: "Ich habe großen Respekt vor diesem verantwortungsvollen Schritt des Erbpachtgebers - da zeigt sich Herz und Verstand!“ Freudenstein erklärte weiter, dass die Lösung nicht ohne das große Engagement von Stadträtin Bernadette Dechant zustande gekommen wäre: „Ich danke besonders meiner Stadtratskollegin Bernadette Dechant für ihre ausgezeichnete Vermittlungsarbeit bei diesem schwierigen Problem. Sie hat als zuständige Stadträtin im Stadtosten wieder einmal perfekte Arbeit geleistet!“

Der Erbpachtgeber hat in den letzten Wochen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgelotet, um zu verhindern, dass die „Tafel“ als wichtige soziale Einrichtung selbst obdachlos wird. Auch weitere kleinere Gewerbeeinheiten des Handwerks und des Handels, die sich auf dem 3600 Quadratmeter großen Grundstück befinden, bekommen eine Verlängerung um ein Jahr.

Die „Tafel“ ist eine gemeinnützige Einrichtung, die überschüssige Lebensmittel aus dem Handel sammelt und an bedürftige Menschen abgibt. Derzeit profitieren nach Angaben des Vereins rund 2500 Menschen aus Regensburg und Umgebung von der Sozialeinrichtung. In Regensburg gibt es die Tafel seit 22 Jahren, die Zahl der Bedürftigen steigt. 130 Ehrenamtliche sind bei der Tafel engagiert. Der Verein finanziert sich allein aus Spenden.

 

Pressemitteilung Dr. Astrid Freudenstein

 

Regensburger Tafel reagiert:

"Wie wir heute aus den Medien und von Frau Dr. Astrid Freudenstein und Frau Bernadette Dechant erfahren haben, bietet unsere Vermieterin nun an, unseren Mietvertrag übergangsweise um ein Jahr zu verlängern. Die kurzfristige Verlängerung war absehbar. Wir haben bereits seit längerem ein Angebot der Grundstückseigentümerin, im März beziehungsweise April über eine solche Übergangslösung zu reden.

Im günstigsten Fall ergibt sich hierdurch für uns eine Gnadenfrist von weiteren 365 Tagen. Dies ist aber keine Lösung unserer Probleme. Für den dauerhaften Fortbestand der Tafel Regensburg e. V. sind wir weiterhin auf eine langfristige Lösung angewiesen. Hierfür hat der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer dankenswerter Weise den Runden Tisch mit Vertretern der Stadt, des Landkreises und der Kirchen initiiert. Nach dem ersten Treffen haben sich bereits zwei Angebote für eine langfristige Lösung von mindestens 25 Jahren ergeben. Damit die dauerhafte Existenz der Tafel Regensburg gesichert werden kann, ist es daher unbedingt wichtig, dass der Runde Tisch mit Nachdruck eine langfristige Lösung erarbeitet. Dies ist auch im Hinblick auf die anderen sozialen Initiativen in der Region Regensburg, die vor ähnlichen Problemen stehen, sehr wichtig. Darüber waren sich die Teilnehmer beim ersten Treffen einig. Wir sind für die Initiative des Runden Tisches sehr dankbar. Wir erwarten, dass die Tafel Regensburg auch nach der Kommunalwahl für Ihre Arbeit tatkräftige Unterstützung bekommt. Diese Verlängerung ist nur eine kurze Verschnaufpause. Die Situation ist zu ernst um sich zurückzulehnen, sondern die Suche nach geeigneten Räumen muss auf Hochdruck weitergehen. Wir bedanken uns bei allen die uns tatkräftig unterstützen."

 

Unsere Berichte über die Tafel: 

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