Regensburg: Lebenslange Bildung ohne Schranken

Unter dem Namen Inklusion veranstaltet Regensburg den zweiten runden Tisch mit seinen Partnerstädten. Damit ist die gleichberechtigte Behandlung von Menschen mit Handicap gemeint, welche die gleichen Bildungsmöglichkeiten wie alle anderen Menschen verdienen. Die Städte wollen ihre Erfahrungen austauschen. Das Programm wurde heute offiziell vorgestellt.

Anmeldungen liegen zur Zeit für Delegationen aus Budavar, Clermont-Ferrand, Odessa und Pilsen vor. Fachreferenten aus Politik, Wissenschaft und Praxis erarbeiten zusammen ein Programm, das die Facetten des Lernens von vorschulischen, bis hin zu lebenslangen Lernangeboten für behinderte Menschen beleuchtet. Der erste runde Tisch fand bereits 2017 statt, in dem die teilnehmenden Städte ihre Inklusionsbemühungen vorstellten und von Impulsen der anderen Städten profitierten.

Pressemitteilung der Stadt:

 

Vom 12. bis 15. September 2019 findet der 2. Runde Tisch Inklusion in Regensburg mit den Partnerstädten der Stadt statt. Inklusive Bildung ein Leben lang ist das Schwerpunktthema des diesjährigen Runden Tisches Inklusion. Darunter versteht man die Teilhabemöglichkeit aller Menschen an qualitativ hochwertiger Bildung lebenslang. Bildung ist der Schlüssel zur Erhöhung von Teilhabemöglichkeiten und Verwirklichungschancen für alle Menschen, um neue Kompetenzen zu erwerben. Dies gilt in besonderem Maße für Menschen mit Handicap, um die Inklusion, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung in der Gesellschaft auf allen Ebenen verwirklichen zu können.

Die Teilnehmer aus den Regensburger Partnerstädten beleuchten dabei die Situation in den einzelnen Städten im Bereich der inklusiven Bildung und tauschen Erfahrungswerte aus, um voneinander zu lernen. Anmeldungen liegen derzeit für Delegationen aus Budavár, Clermont-Ferrand, Odessa und Pilsen vor. Die Menschen mit Einschränkungen sollen zu jeder Zeit den gleichberechtigten Zugang zu Bildungsangeboten auf allen Ebenen erhalten, um die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen zu schaffen. Hierzu wurde neben den Beiträgen aus den Partnerstädten ein ansprechendes Programm mit Fachreferenten aus Politik, Wissenschaft und der Praxis erarbeitet, das viele Facetten des Lernens vom vorschulischen Bereich über die Schule bis hin zu lebenslangen Lernangeboten beleuchtet.

Dabei ist klar, dass noch viel zu tun ist, um das in Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention verankerte Menschenrecht auf inklusive Bildung ein Leben lang in allen Städten im Geltungsbereich der UN-BRK durchzusetzen. „Ein Recht, für das stets aufs Neue gekämpft werden muss und für das es sich zu kämpfen lohnt“, ist Bürgermeisterin Gertrud Maltz- Schwarzfischer überzeugt. Sie freut sich über das rege Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Partnerstädten bei dieser viertägigen Fachtagung und hofft auf einen spannenden zwischenmenschlichen Austausch zum Wohle der inklusiven Bildung ein Leben lang weltweit.

Hintergrund

Seit 2009 gibt die UN-Behindertenrechtskonvention einen Rahmen vor, um die umfassende Barrierefreiheit und Teilhabemöglichkeit aller Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft sicherzustellen. Der 1. Runde Tisch Inklusion mit den Partnerstädten fand 2017 statt. Dabei stellten die teilnehmenden Partnerstädte ihre Inklusionsbemühungen vor und konnten so auch von den Erfahrungen der anderen Städte profitieren, Impulse aus den anderen Städten mit nach Hause nehmen, um nachhaltig die Lebenssituation der Menschen mit Behinderung zu verbessern. Nach einer allgemeinen Bestandsaufnahme zum Thema Inklusion in den jeweiligen Ländern und Städten verständigte man sich darauf, in einer Nachfolgeveranstaltung Einzelaspekte der UN-BRK vertieft zu bearbeiten und zunächst einen Fokus auf „Inklusive Bildung“ zu legen.

Pressemitteilung der Stadt / MWi