Regensburg: Laptop-Spenden für bedürftige Schüler*innen gesucht

Durch die Corona-Krise müssen die Schüler ihren Schulstoff zuhause lernen. Dabei ist ein Computer unerlässlich. Doch nicht jeder hat einen solchen daheim – denn manchen Familien fehlt das Geld für ein solches Gerät- Mit der Initiative „Computerspende Regensburg“ sollen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche die Chance bekommen, das home-learning zu meistern. 

Lehrer stellen den Mangel an technischer Ausstattung zu Hause erst dann fest, wenn Schüler die vereinbarten Aufgaben nicht erledigt haben und den Kontakt nicht aufrechterhalten.
„Wir Lehrkräfte werden aufmerksam, wenn von einem Kind keine Leistungen erbracht werden. Dafür gibt es viele Ursachen, aber wenn wir mit besserer Technik helfen können, ist das eine erste Grundlage“ so Theresia Friedl-Schneider, eine Lehrerin, die sich auf die Suche gemacht hat, dieses Problem für ihre Schüler zu lösen.

Damit sozial benachteiligte Schüler bei der Digitalisierung im Unterricht aber nicht dauerhaft abgehängt werden haben sich engagierte Lehrer an die Initiative „Computerspende Regensburg“ gewandt.

Die Aktiven sammeln seit gut einem Jahr ausgemusterte Geräte, modernisieren diese mit Linux und freier Software und geben sie gegen einen Unkostenbeitrag von 10 € an Bedürftige oder gemeinnützige Initiativen weiter.

 „Bedürftige Schüler wurden auch schon bisher vom uns mit Computern versorgt, aber der aktuelle Bedarf stellt eine neue Herausforderung für uns dar“ so Johannes Hundshammer von der Initiative, der aber gleich beipflichtet, dass sie diese Challenge  gern annehmen. Woran es aber mangelt sind passende Geräte. „Unsere letzten 20 Laptops sind gerade an Schulen weitergegeben worden“ so Hundshammer.

Gesucht sind derzeit ausschließlich Laptops, Notebooks und Netbooks, die nicht älter als 15 Jahre sind. Auch defekte Geräte zum Ausschlachten und Zubehör werden entgegen genommen.

Das Team der Computerspende garantiert, dass beim Neuaufsetzen des Gerätes alle alten Daten verlässlich gelöscht werden.  Zum Einsatz kommt dabei eine Software, die die Festplatte vollständig mit Zufallszahlen überschreibt, ohne dass der Rechner dazu hochgefahren werden muss.

Mit dabei im Team sind auch die schulpflichtigen Kinder von Johannes, die schon versprochen haben, in den Osterferien viel Zeit zu investieren, damit Gleichaltrige nicht auf der Strecke bleiben.

 

Warum können keine Desktop-Geräte angenommen werden?

Dies liegt zum einen daran, dass in den beengten Wohnverhältnissen der Kinder oft kein eigener Arbeitsplatz vorhanden ist. Aber auch an logistischen Schwierigkeiten der Engagierten, die in Ihren Wohnungen schlicht nicht über große Lagerkapazitäten verfügen und keine eigenen Räumlichkeiten für Ihr Projekt haben.

Dass die Geräte auch an die richtigen Adressaten gelangen, dafür sorgen Lehrer und Schulsozialarbeiter. Ein Kriterienkatalog ist dafür schon erarbeitet.

 

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht

Gesucht sind aber auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Dabei ist nicht unbedingt Computerwissen von Nöten. Gebraucht werden auch Menschen, die Mails bearbeiten und organisieren, dass die Geräte bei den Aktiven ankommen und an die Schulen weitergegeben werden oder sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes kümmern.

Unterstützt wird das Projekt dabei auch von der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement KoBE bei der Stadt Regensburg sowie von KISS Regensburg, der Selbsthilfekontaktstelle des PARITÄTISCHEN und der FreiwilligenAgentur des PARITÄTISCHEN. Hier kann man sich auch über das Projekt und die Aufgaben genauer erkundigen.

Spender wenden sich bitte per Mail unter kontakt@computerspende-regensburg.de direkt an die Aktiven. Dort erfahren sie mehr zur Abgabe der Geräte. Eine Abgabestelle kann aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen nicht eingerichtet werden.
Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt sind Privat- oder Firmenspenden jederzeit willkommen.

Wer mehr über das Projekt erfahren will oder sich engagieren möchte findet Infos unter www.computerspende-regensburg.de

 

Pressemitteilung KISS Regensburg