Regensburg: Initiative will 50 Geflüchtete aus den griechischen Camps holen

Eine Regensburger Hilfsorganisation möchte schutzbedürftige Geflüchtete aus griechischen Camps nach Regensburg bringen. Die Aktion geht von Space-Eye aus und zielt auf die griechischen Flüchtlingscamps auf den Inseln Samos, Lesbos und Kos ab.

Für „Second Life – zweite Heimat Regensburg“ haben sich laut Sea-Eye und Space-Eye-Gründer Michael Buschheuer bereits viele Menschen aus der Region bereit erklärt, den Geflüchteten zu helfen, sie bei sich aufzunehmen oder ihnen auch bei Ausbildung und Integration zu helfen. Unter den Helfern ist laut Space-Eye auch der bekannte Kabarettist Hannes Ringlstetter.

 

Die Pressemitteilung der Organisation Space-Eye

Nach einem Aufruf von Space-Eye-Gründer Michael Buschheuer haben sich schon mehr als ein Dutzend Familien und Einzelpersonen bereit erklärt, Geflüchtete bei sich aufzunehmen, ihnen bei Ausbildung und Integration zu helfen. Unter ihnen finden sich Mitglieder der Weltkirche des Bistums Regensburg (wie Domkapitular Msgr. Thomas Pinzer), Künstler (wie der Kabarettist Hannes Ringlstetter) und zahlreiche Unternehmer.

In Videobotschaften erklären die Gastgeber ihre Bereitschaft und die Motive zur Aufnahme der Hilfsbedürftigen.

Michael Buschheuer: „Tausende Menschen werden von Krieg und Hunger aus ihrer Heimat vertrieben. Aber auch bei uns in Europa finden sie keinen Frieden. Denn das reiche Europa lässt sie im Elend vegetieren. Wir machen da nicht mit. Wir schenken ein Zuhause und ein bisschen Menschlichkeit.“

Mit der Bereitschaft von Menschen aus der Regensburger Zivilgesellschaft, den Flüchtlingen persönlich zu helfen und Verantwortung zu übernehmen, soll nicht nur ein Zeichen gesetzt werden, dass Humanität nicht dem Staat überlassen werden muss. Space-Eye will mit „Second Life – zweite Heimat Regensburg“  auch die politisch Verantwortlichen davon überzeugen, Hilfsbedürftige ins Land zu lassen, damit sie hier eine zweite Chance bekommen.

Umgekehrt erwartet „Second Life“ aber auch von den Menschen, die in Regensburg – wenigstens vorübergehend – eine zweite Heimat finden sollen, dass sie aktiv an ihrer Integration mitwirken und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Interessierte können sich auf space-eye.org informieren und in die Liste der Aufnahmewilligen eintragen.

Pressemitteilung / MF

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zu Space-Eye / Seenotrettung auf dem Mittelmeer