Regensburg: Gedenktafel und Stelen sollen an NS-Gräuel erinnern

Zwei Stelen, die dem Corporate Design der Außenstellen des Konzentrationslagers Flossenbürg entsprechen, sollen künftig an die Geschichte und die damit verbundenen Gräuel der KZ-Außenstelle Colosseum in Stadtamhof erinnern. Sie werden den Gedenkstein in Stadtamhof flankieren und über die Geschichte des Außenlagers informieren. Beispielsweise werden dort historische Daten und Fakten zum Colosseum und zum KZ Flossenbürg sowie Zeitzeugenberichte in deutscher und englischer Sprache zu finden sein. Zusätzlich wird am Gebäude Stadtamhof 5, dem ehemaligen Colosseum, eine Gedenktafel angebracht, die auf diese Informationen verweist. Sie löst die umstrittene Bodenplatte ab, die noch vor dem 23. April entfernt wird.

Der Runde Tisch Erinnerungs- und Gedenkkultur, der am heutigen Abend tagte, begrüßte den Vorschlag des Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs.

Oberbürgermeister Wolbergs zeigte sich befriedigt darüber, dass endlich eine Lösung gefunden wurde. „Ich hoffe sehr, dass dies auf einen breiten Konsens stoßen wird. Mein Dank gilt ganz besonders auch dem Hausbesitzer des Colosseums, der es ermöglicht hat, dass eine Gedenktafel direkt am Gebäude angebracht werden kann.“ Dass künftig unmittelbar vor Ort für alle zugängliche Informationen zur Verfügung stehen, solle dazu beitragen, dass dieses in der Geschichte Regensburgs äußerst düstere Kapitel auch künftigen Generationen Mahnung und Warnung ist.

Pressemitteilung Stadt Regensburg