Regensburg: Eine Million Euro für Krebsforschung

Das Regensburger Uniklinikum erhält finanzielle Unterstützung in der Krebsforschung. Mit einer Million Euro fördert die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung ein Forschungskolleg von Universität und Uniklinik. Damit soll die immuntherapeutische Krebsforschung vorangetrieben werden. Die Erforschung von Tumoren hat sich in Regensburg in den vergangenen Jahren zu einem wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkt entwickelt. Die Förderung über eine Million Euro soll zunächst einen Zeitraum von 36 Monaten abdecken.

Die Pressemitteilung im Detail:

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert ein Forschungskolleg von Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) mit einer Million Euro, um die immuntherapeutische Krebsforschung weiter voranzutreiben. Junge Ärzte können sich ab sofort zur Aufnahme in das Förderprogramm bewerben.

Rund 500.000 Menschen in Deutschland erkranken pro Jahr neu an Krebs. Die Diagnose stellt für die Betroffenen und ihre Angehörigen immer einen Schock dar. Dank enormer medizinischer Fortschritte sind inzwischen aber viele Krebserkrankungen gut behandelbar oder sogar heilbar. Vielfältige Therapiemethoden stehen zur Verfügung, wobei heute vor allem in die Immunmedizin große Hoffnung gesetzt wird. Wissenschaftler weltweit beschäftigen sich mit der Frage, wie Krebs durch das Immunsystem kontrolliert werden kann. So auch an Universität und Universitätsklinikum Regensburg. Hier haben sich die Immuntherapie und die Tumorforschung in den letzten Jahren als wissenschaftliche und klinische Schwerpunkte entwickelt.

Um die wissenschaftliche und medizinische Arbeit auf dem Gebiet der Immuno-Onkologie weiter auszubauen, erhält das „Else Kröner-Forschungskolleg Regensburg – Interdisziplinäre translationale Immuno-Onkologie“ unter Koordination von Professor Dr. Peter Oefner, Direktor des Instituts für Funktionelle Genomik der Universität Regensburg, nun eine Förderung durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung in Höhe von einer Million Euro für die erste Förderperiode von 36 Monaten. Das Forschungskolleg setzt sich aus verschiedenen Experten der Bereiche Immunmedizin und Tumorforschung von Universität und Universitätsklinikum Regensburg zusammen und unterstützt zugleich aktiv junge Ärztinnen und Ärzte, die in diesen Fachgebieten forschen möchten.

Die Fördersumme von einer Million Euro setzt sich aus zwei Teilbeträgen zusammen: 830.000 Euro stehen für Personalkosten zur Verfügung und 170.000 Euro für Verbrauchsmittel, Workshops und Reisekosten. „Wir haben nun sechs Monate Zeit, um fünf geeignete Ärztinnen und Ärzte auszuwählen. Diese werden in strukturierte Graduiertenprogramme aufgenommen und während der Förderphase parallel zu ihrer Facharztausbildung im Labor an ihren Forschungsprojekten arbeiten“, so Professor Oefner weiter. Junge Ärztinnen und Ärzte, die Interesse an einer Aufnahme in das „Else Kröner-Forschungskolleg Regensburg – Interdisziplinäre translationale Immuno-Onkologie“ haben, können sich direkt im Dekanat der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg bewerben.

Bild: Professor Oefner / Uniklinik Regensburg

Pressemitteilung/MF