Regensburg: Dombauhütte ist immaterielles Kulturerbe

Bayerns Bauminister Hans Reichhart hat heute die staatliche Dombauhütte in Regensburg besucht. Am Haupteingang hat er ein Schild mit der Auszeichnung „Immaterielles Kulturerbe“ angebracht. Neben Regensburg wurden auch die staatlichen Dombauhütten der Dome zu Bamberg und Passau in das bundesweite UNESCO-Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Für Reichhart ist die Auszeichnung mehr als ein Symbol: „Das Handwerk der Dombauhütten hat eine lange Tradition in Bayern. Sie bewahren das Kulturerbe Bayerns und geben es an die nächste Generation weiter. Auf diese Weise lebt in ihnen die Tradition ihrer mittelalterlichen Vorbilder weiter.“

Die Handwerkskunst an den Domen zu Bamberg, Passau und Regensburg hat seinen Ursprung im Mittelalter. Mit der Handwerkskunst der drei Dombauhütten sichern Steinmetze, Laubmacher und Maler seit knapp hundert Jahren den Bestand der Dome. Durch das tägliche Werk an den Domen wird das wertvolle Wissen mittelalterlicher Handwerkskunst bewahrt und weitergegeben.

Reichhart: „In Regensburg haben wir neben dem Hüttenmeister 13 Mitarbeiter. Darunter sind fünf Steinmetzmeister, sieben Steinmetze und ein Maschinist. Der Regensburger Dom ist bei ihnen in den besten Händen. Mit viel Fachwissen, Einfühlungsvermögen und handwerklichem Geschick sanieren sie das Steingefüge ihrer Dome und sichern die originale Bausubstanz. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung Bayerischer Baukultur und traditionsreicher Handwerkskunst. Darauf sind wir sehr stolz!“

Zum Immateriellen Kulturerbe zählen nach dem 2003 verabschiedeten und von mehr als 170 Staaten unterzeichneten UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes mündliche überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, darstellende Künste, gesellschaftliche Bräuche, Rituale, Feste, Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum und traditionelle Handwerkstechniken. Laut Deutscher UNESCO-Kommission spielen Menschen hierbei die Schlüsselrolle. Die oft nur mündlich tradierten Praktiken wirken identitätsstiftend und gemeinschaftsfördernd.

 

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr