Regensburg: Der Katholikentag startet im Regen

So sehr sie auch auf besseres Wetter gehofft hatten, die Sonne lachte den auf dem Domplatz versammelten Gläubigen gestern Abend nicht. Das war für die Menschen in Regensburg aber kein Grund für Trübsal, denn schließlich sollte die Eröffnung des 99. Katholikentags ein echter Festakt werden.

Ehrengast auf der Eröffnung war der ehemalige evangelische Pfarrer und jetzige Bundespräsident Joachim Gauck. Er richtete klare Worte an die Gläubigen und die katholische Kirche: Die Ökumene sei heute so wichtig wie noch nie. In Zeiten globaler Herausforderungen dürfe die Kirche nicht nur katholische oder evangelische Antworten haben.

Papst Franziskus war zwar nicht persönlich anwesend, richtete aber über seinen Nuntius Nikola Eterovic einige Worte an die Besucher auf dem Domplatz. Doch trotz des päpstlichen Segens blieb das Wetter erst einmal schlecht- vielleicht auch der Grund warum sich Bundespräsident Gauck die Aktion „Schnippeldisko auf dem Haidplatz entgehen ließ. Die Gemüseschneiderei hat bei allem Spaß einen sehr ernsten Hintergrund: Man will auf die Verschwendung von Gemüse in deutschen Supermärkten hinweisen.

Ob trotz des mäßigen Wetters am Eröffnungstag doch ganze 80.000 Gläubige den Weg nach Regensburg finden werden, ist noch unklar. Wenn man sich allerdings unter den begeisterten Besuchern umhört, versteht man schnell wieso der Katholikentag am Ende vielleicht doch „wetterfest“ ist.