Regensburg: Brand fordert sechs Leichtverletzte

Heute gegen Mitternacht kam es in einem mehrgeschossigen Wohngebäude zu einem Brand im Treppenhaus, bei dem mehrere Personen von der Feuerwehr gerettet werden mussten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Alarm: Starke Rauchentwicklung 

Um 00:03 erreichten mehrere Notrufe die Integrierte Leitstelle Regensburg. In unmittelbarer Nähe der Hauptfeuerwache sei im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses eine starke Rauchentwicklung festzustellen, meldeten die besorgten Anrufer. Der, innerhalb einer Minute, eintreffende Löschzug der Berufsfeuerwehr Regensburg konnte den Brand, rasch lokalisieren und bekämpfen. Mit einem Trupp, unter schweren Atemschutz, wurde der Brand mit einem C-Rohr gelöscht, bevor eine weitere Ausbreitung auf die Wohnungen des Gebäudes entstehen konnte.

Mehrere Personen über Drehleiter gerettet

Zwei weitere Atemschutztrupps durchsuchten die Wohnungen nach Personen, um auszuschließen dass Anwohner im Schlaf durch den Rauch überrascht wurden. Der eintreffende Löschzug Weichs unterstützte die Berufsfeuerwehr mit seinen Atemschutzgeräteträgern.  Auf der Rückseite des Wohnblocks mussten aufgeregte Familien über die Drehleiter und tragbare Leitern gerettet werden, um nicht von der Rauchentwicklung im Gebäude gefährdet zu werden. Um die Familien mit ihren Kindern nicht der nächtlichen Kälte auszusetzen, wurde umgehend auf der Wache der Feuerwehr eine Betreuungsstelle für die Betroffenen eingerichtet.

Sechs Personen zogen sich Rauchvergiftung zu – Polizei ermittelt

In Zusammenarbeit mit den Regensburger Rettungsdiensten wurden insgesamt 16 Personen versorgt. Hiervon hatten sich sechs Menschen leichte Rauchvergiftungen zugezogen, die einer Behandlung bedurften.  Nach einer Einsatzzeit von zwei Stunden konnten die Anwohner die Feuerwehr verlassen und wieder in ihre Wohnungen begleitet werden. Ursache für den Brand, mit der starken Rauchentwicklung, war ein Kinderwagen der vermutlich vorsätzlich in Brand gesteckt wurde. Am Gebäude entstand ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

MK