Regensburg: 30-Jähriger wurde zufällig zum Opfer eines Streits – Haftbefehl

Ein Streit zwischen einem Pärchen, den sie in den frühen Morgenstunden des 25.09.2016 in der Merkurstraße austrugen, hat für einen völlig Unbeteiligten schwerwiegende Folgen.

Nach den bislang durchgeführten Ermittlungen geriet ein 22-jähriger, in der Merkurstraße wohnhafter Mann, aus bislang nicht geklärten Gründen mit seiner drei Jahre jüngeren Partnerin in Streit. Die Auseinandersetzung, die zunächst in der Wohnung begann, verlagerte sich dann auf die Straße. Der junge Mann, der erheblich unter Alkoholeinfluss stand, griff vor dem Anwesen unvermittelt einen zufällig vorbeikommenden 30-Jährigen an und brachte ihn zu Boden. Anschließend trat er mit den Füssen gegen den Kopf und den Oberkörper seines Opfers und fügte ihm dadurch schwere Kopfverletzungen zu.

Der Geschädigte wurde in ein Regensburger Krankenhaus eingeliefert. Es besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine akute Lebensgefahr. Bei dem Verletzten handelt es sich um einen afghanischen Staatsangehörigen. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund liegt nach jetzigem Stand der Ermittlungen jedoch nicht vor.

Der Geschädigte erlitt durch die Tritte eine Schädelfraktur sowie eine leichte Gehirnblutung und befindet sich in einem Regensburger Krankenhaus. Kurz nach der Tat nahmen Einsatzkräfte den Mann widerstandslos in seiner Wohnung fest.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg erließ in den gestrigen Nachmittagsstunden der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Regensburg Haftbefehl gegen den dringend Tatverdächtigen wegen versuchten Totschlags.

Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

PM/MF