Regensburg: Schlägerei – Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag

Update 16:30 Uhr- Die Polizei veröffentlicht eine ausführliche Meldung:

Am Dienstagabend, 10.11.2015 gegen 21:50 Uhr kam es am Domplatz zu einer tätlichen Auseinandersetzung an der vier männliche, syrische Asylsuchende im Alter zwischen 18 und 21 Jahren beteiligt waren. Einer der Beteiligten erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass er in einem Krankenhaus stationär behandelt werden musste. Einem Tatverdächtigen aus der Gruppe wird nun versuchter Totschlag vorgeworfen. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.

Der Anlass des Konfliktes ist bislang noch unklar. Die Verletzungen des 21jährigen Mannes in stationärer Behandlung sind nicht lebensgefährlich. Der Verletzte befindet sich nach wie vor in ärztlicher Obhut. Ein zweiter Verletzter konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

 

Da nach derzeitigem Ermittlungsstand bei der Tatausführung durch einen 18-Jährigen auch eine Glasflasche Verwendung fand, mit der ein Opfer erheblich am Kopf verletzt wurde, erfolgte in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Einstufung als versuchtes Tötungsdelikt. Der Hauptverdächtige wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl gegen den 18-Jährigen. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Ein zweiter Tatverdächtiger im Alter von 20 Jahren, der ebenfalls vorläufig festgenommen wurde, konnte zwischenzeitlich nach der polizeilichen Sachbearbeitung und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg insbesondere auch zu den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an.

 

 

Ursprüngliche Meldung:

In der Regensburger Altstadt ist es in der Nacht zum Mittwoch zu einer schweren körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen. Ein Schwerverletzter wurde ins Krankenhaus gebracht und dort operiert, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Männer Flüchtlinge sind. Die Hintergründe des Streits waren zunächst unklar. Waffen kamen nicht zum Einsatz. Die Männer konnten nicht vernommen werden, weil sie weder Deutsch noch Englisch sprachen und kein Dolmetscher vor Ort war. Die Polizei nahm zwei der Männer vorläufig fest.

dpa/MF